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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 ((Fortsetzung)) Großmassenbewegung(en) Altersbereich (Jahre) Quelle Obernberg (Tirol) ca. 9.200–7.600 Ostermannund Sanders (2017) ValViola (Veltlin) 7.430:460 Hormeset al. (2008) MarocchediDro,Principale (Trentino) 5.300:860 Ivy-Ochset al. (2017) Brennersee (Tirol) ca. 6.500–6.200 Ostermannund Sanders (2017) LavinidiMarcoundCosta Stenda (Trentino) 3.000:400 Martinetal. (2014) MarocchediDro,Kasund Castelpietra (Trentino) ca. 1.080:160undca. 950:270 Ivy-Ochset al. (2017) LavinidiMarco (Trentino) ca. 800:200 Martinetal. (2014) V. a. geologisch »junge« bzw. historische Ereignisse sind betreffend ihrer Ur- sachen, Auslöser undWiederholbarkeit vonbesonderem Interesse für dieGe- sellschaft.Währenddie geologischenUrsachenvon zahlreichen großenHang- bewegungen zwischenzeitlich häufig bekannt sind (lithologische und v.a. strukturgeologischeDispositionen,z.B.Agliardietal.,2001,2009;Prageretal., 2009; Zangerl et al., 2010), sind die auslösenden Faktoren (»Trigger«) Gegen- stand weiterer Forschungen (z.B. paläoklimatologische und paläoseismische Untersuchungen) bzw. werden vollständigere und genauere Chroniken bzw. Zeitreihen für fundierte statistischAnalysen benötigt, wie z.B. Frequenz-Ma- gnituden-Beziehungen. Jedoch weisen die kompilierten Daten darauf hin, dass sowohl datierte Festgesteins-Massenbewegungen (Felsgleitungen, Felslawinen) als auch Mur- gänge im Spätglazial undHolozän zeitlich durchaus kontinuierlich auftreten, aber sowohl räumlicheals auchzeitlicheHäufungenvorkommen.Demnach ist eineVielzahlvondatiertenMassenbewegungenzwarursächlichaberkeinesfalls auslösend auf spätglaziale Gletscherrückzüge zurückzuführen. Vielmehr sind Hinweise auf komplexeZusammenhänge zwischen geologischerHangdisposi- tion, glazialer Entlastung, geomechanischen Prozessen (subkritischem Riss- wachstum), Seismotektonik und/oder klimatischen Veränderungen gegeben (Prager et al., 2008). Zudem zeigen kompilierte Daten, dass prädisponierte Hangflanken imHolozänmehrfachbzw.wiederholt fürGleit- bzw. Sturzereig- nisse reaktiviertworden sind. So sindwiederholteEreignisse (bzw.Phasen er- höhterHangaktivität,Nachstürze) u.a. inden folgendenFällennachgewiesen: – Köfels (Tirol): ein postglaziales Hauptereignis, vermutlich ein größeres Nachsturzereignis (Ivy-Ochs et al., 1998,Prageret al., 2009). Felsgleitung, FelslawineundErd-/Schuttstrom390 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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