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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 17.2 VomProzessSteinschlagausgehendeGefahrund ausgehendesRisikoundderenBeurteilunginÖsterreichund international (z.B. inderSchweiz) Gefahrbestehtdann,wennaus einemProzess Schaden fürPersonenund/oder Sachgüter entstehenkann (ÖGG,2014).Die voneinemProzesswie z.B. Stein- schlag ausgehendeGefahr wird einerseits durch seine Intensität und anderer- seits durch seineEintrittswahrscheinlichkeit bestimmt (sieheGleichung 17.1). DieKombinationvonIntensität(I, intensity)undEintrittswahrscheinlichkeit(P, probability) zur objektivierten Beurteilung der Gefahr (H, hazard)macht in- sofern Sinn, da im Allgemeinen lediglich ein möglicher großer Schadenmit einer subjektiv als hoch empfundenen Eintrittswahrscheinlichkeit als Gefahr wahrgenommenwird.EinunwahrscheinlichesEintreteneinesgroßenSchadens wirdhingegen imAllgemeinenkaumalsgroßeGefahrempfunden.Umgekehrt wird es auchnicht als großeGefahr empfunden, eineGeldmünze zuverlieren, obwohlbeidiesemSzenariodieEintrittswahrscheinlichkeit eherhoch ist. H= I *P (17.1) Durchdie hohenGeschwindigkeiten, die herabfallende Blöcke erreichen kön- nen, kann die Intensität – selbst von kleinen Steinen – sehr hoch sein. Für Personenkanndaherderkleinste stürzendeSteineinegroßeGefahrdarstellen, umsomehr,weildieEintrittswahrscheinlichkeit fürdasFallenkleinerSteine im Allgemeinen höher ist als für große. Für Infrastrukturenbesteht erst ab einer gewissen IntensitätGefahr. Das von Scheinschlag ausgehende Risiko (Corominas, 2005, 2012) berück- sichtigt denvon Steinschlag verursachbaren Schaden für Personenund Infra- strukturen.DasvonSteinschlagausgehendeRisiko(R)wirddurchdasProdukt der von Steinschlag ausgehenden Gefahr (H), dem der Gefahr ausgesetzten PersonenundInfrastrukturen(E,exposure),derVulnerabilitätderausgesetzten Personen und Infrastrukturen (V) und denKosten der gefährdeten Subjekte/ Objekte (C, cost) ermittelt: R=H*E*V*C (17.2) 17.2.1 Österreich ImRahmen der Partnerschaft derÖsterreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) »Risikomanagement für gravitative Naturgefahren in der Raumpla- SteinschlagundFelssturz430 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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