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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 RaumplanerischeAspektebeimUmgangmitgravitativenNaturgefahrensind imMaterialienbandderÖREK(Bäket al., 2015)dargestellt. Standards zum KomplexderFrühwarnsystemesindderzeitnichtverfügbar.Essollte jedoch darauf Bedacht genommenwerden, dass zumindest zwei voneinander un- abhängige Messgrößen erfasst werden, die ungeachtet von Umweltbedin- gungen (Sichtverhältnisse, Zugänglichkeit etc.) in Echtzeit in ausreichend kurzenMessintervallen erfasst werden, um eine ausreichende Vorwarnzeit vordemEintritt des Schadereignisses sicherzustellen.Weiters ist in diesem Fall einKatastrophenschutzplanmit klarenHandlungsanweisungen für alle unterstellten Szenarien zu erstellen. Standards für solche Katastrophen- schutzpläne existieren derzeit nur für Rutschungen (ISO/DIS 22327:2017 Draft: Security and resilience – Emergency management – Guidelines for implementationofa community-based landslide earlywarningsystem). 17.6.1.1 Steinschlagmodelle Besondere Bedeutung bei der Bewertung der vomProzess Steinschlag ausge- hende Gefahr kommt den Steinschlagmodellen (Prozessmodellen) zu, da nur mitIhrerHilfedieReichweiteundIntensitäteinerpotentiellenSteinschlaggefahr –auchvonExtremereignisssen–prognostiziertwerdenkönnen. Prozessmodelle zur Simulation von Steinschlag (Steinschlagmodelle) exis- tieren seitMitte der 70er Jahre (z.B.Azimi undDesvarreux, 1977; Piteauund Clayton, 1977).Gegenwärtig steht eine großeAnzahl vonModellen sowohl für zweialsauchfürdreiDimensionenzurVerfügung(füreinenaktuellenVergleich siehe Tabelle 03 nach Volkwein et al., 2011). Alle gegenwärtigenModelle be- schränkensichaufdieModellierungdeseigentlichenSturzprozesses,derinitiale Abbruch(Disposition)wird indenModellennicht simuliert, sondern lediglich durch die Anfangsbedingungen (Anfangsposition und Anfangsgeschwindig- keiten) abgebildet. Daher benötigen alleModelle als Eingabe die potentiellen AblösebereichewelchemitHilfe andererMethodenzuermitteln sind. Arten vonSteinschlagmodellen DieProzessmodelle zurBerechnungbzw.AbschätzungderReichweiteundder Ausbreitung von Steinschlag werden unter anderem in 2D- und 3D-Modelle unterschieden. Mittels2D-ModellenkönnenentlangeinesHangprofils (Bemessungsprofils) die Trajektorien von Sturzblöcken berechnet werden. 2D-Berechnungen (Energien,Reichweite, SprungweiteundSprunghöhen)werdenzumeist fürdie PlanungundDimensionierungsekundärerSchutzmaßnahmen(Netze,Dämme) auf derHangskala (Objektebene) verwendet. 2D-Modelle können jedoch auch für dieAusweisung vonGefahrenzonen für größereHangabschnitte (kommu- EinschätzungdesSachstandesundderUnsicherheiten 447 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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