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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 gungsbehinderndeObjekte (u. a. Bauwerke, Vegetation) bestimmt. Diese Fak- toren sind auch bei Hangmuren im Fall eines gleitenden Initialprozesses im Herkunftsbereich der Prozessmaterialien relevant. Im weiteren sekundären Prozessverlauf, während demdasMaterial auf der Geländeoberfläche abfließt (Transportbereich), sind neben bewegungsbehindernden Objekten vor allem dieViskosität unddasWasserbindevermögendesHangmaterials, dieOberflä- chenrauigkeit (u. a. Geländeunebenheiten/ Mikrotopographie, Vegetationsbe- deckung) sowie die Oberflächenfeuchtigkeit bedeutsam. Aufgrund dieser be- wegungskontrollierendenFaktoren imTransportbereicherreichenauchHang- muren insbesondere imFall steiler, nasserundglatterWiesenhängebesonders großeGeschwindigkeitenundReichweiten. InÖsterreichkommenLockergesteinsrutschungenundHangmurenals Ex- tremereignisse entweder an einzelnen Hängen in Form von großvolumigen Einzelprozessen (z.B. Danöfen im August 2005; Amt der Vorarlberger Lan- desregierung, 2005, siehe auchKapitel 18.3.2) oder aufgrund eines gemeinsa- men großräumigen ursächlichen Prozessauslösers (z.B. regionales Starknie- derschlagsereignis)inFormvonzahlreichenProzessenunterschiedlicher–aber zumeist kleinerer –Prozessvolumina innerhalb einerRegionvor (z.B.Gasen- Haslau imAugust 2005;Tilchet al., 2011b; sieheauchKapitel 18.3.1). Aber auch die Bewegungsgeschwindigkeit ist hierfür einweiteres zentrales Kriterium.ZusätzlichwerdenExtremaauchdurchdie realenoderpotenziellen Konsequenzen(z.B.Sachschäden)charakterisiert,wasdenräumlichenKontext berücksichtigt (wo passiert etwas?). Das Grundproblem bei allen Untersu- chungenzudenExtremenist jedoch,dassbisherzuwenig langfristigeräumlich und zeitlich differenzierende Prozessaufzeichnungen und je nach Region un- terschiedlich vollständige Prozessinformationen existieren, die konkrete In- formationenzur IdentifikationvonExtremereignissen imKontext einer räum- lichen Frequenz-/Magnitudenverteilung für das österreichische Staatsgebiet liefernkönnten. 18.2 HistorischerKontextundderenDokumentation ImhistorischenKontext ist festzuhalten, dass Lockergesteinsrutschungenund Hangmuren seit jeher landschaftsprägend sind, sei es in FormvonEinzelpro- zessenoderinFormvongroßräumigzahlreichauftretendenProzessereignissen. Solche Prozesse verursachen, besonders im alpinen Gebiet, immer wieder enorme Schäden in Siedlungsbereichen und an Infrastrukturbauten. Als Aus- löser sind hierbei besonders hydrometeorologischeKonditionen ausschlagge- bend – Erdbeben spielen nach bisherigemKenntnisstand eine eher unterge- HistorischerKontextundderenDokumentation 467 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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