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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 (Größe 5)Lawinen reichen. Innerhalbder existierenden, internationalenKlas- sifikationenvonLawinengrößengehörtdieEAWS-Definitionzudenabsoluten Skalenundermöglichtes,LawinenqualitativanhandihresSchadenspotentials, ihrer Reichweite oder quantitativ anhand ihres typischen Ausmaßes (Länge, Volumen) einzuteilen (siehewww.avalanches.org). 20.2 HistorischeEntwicklung 20.2.1 Lawinenereignisse indenAlpen Seit der Besiedlung der Alpentäler wurden dieMenschen, ihre Häuser, Höfe, SiedlungenundWegevonLawinenbedroht.DabeibetrafdieWahrnehmungvon Lawinen in der Vergangenheit überwiegend die von Katastrophenereignissen undderenFolgen.Erstmitder touristischenErschließungderAlpenrücktedie Lawinengefahr bei der Ausübung vonWintersportaktivitäten in den Mittel- punkt. Der älteste, genau belegte Bericht über ein Lawinenunglück am Gr. St. Bernhard stammtausdemWinter 1128/29.Die ältesteBildquelle einerLawine entstammteinerDarstellunginderBiographiedesKaisersMaximilianausdem Jahre1517, alsdiesermit einerLawine inKontaktkam. Im Jahre 1689 wurde von einer Lawinenkatastrophe imMontafonmit an- geblich 120 Todesopfern berichtet. In der Schweiz kamen in einemLawinen- winterum1720ca. 200MenschenumsLeben. Im Jahre 1820 ereignete sich bei der Ersteigung des Montblanc der erste touristische Lawinenunfall, acht Jahre später folgte der erste touristische La- winenunfall inÖsterreich beim Erstbesteigungsversuch des Großvenedigers durchErzherzog Johann. DerErsteWeltkriegweisteinfinsteresKapitel inderGeschichtederLawinen auf: Immer wieder wurden von den beidenKriegsparteien Italien undÖster- reichausstrategischenGründenauchLawinendurchArtilleriefeuerabsichtlich ausgelöst. ImDezember 1916 starbenanderDolomitenfront – allein als Folge eines Lawinenereignisses 6.000 österreichische Soldaten. Schätzungen gehen sogar von40.000bis80.000LawinentotenanderSüdfront aus. Die schwersten Lawinenunfälle des 20. Jahrhunderts ereigneten sich im Winter 1950/51: In den österreichischen Bergenwaren 135 Tote zu beklagen, auch die Innsbrucker StadtteileMühlau undHötting waren betroffen. In der Schweiz starben in jenemWinter 98 Personen, davon kamen 73 inGebäuden ums Leben. Insgesamt starben imAlpenraum 265Menschen durch Lawinen. Im Jänner 1954wiederholte sich die Situation von 1951, allerdingsmit an- deren Schwerpunkten: Betroffen war vor allem Vorarlberg mit dem Großen Lawinen514 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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