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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Temperaturanstiege. Gegen Ende Februar hin hatten sich in den Lawinenan- bruchgebietenenormeSchneemengendurchNiederschlagundWindtransport abgelagert.AlsFolgedieserÜberlastkamesschließlichtrotzeinereherstabilen Schneedecke vielfach zumBruch innerhalb der Schneedecke und damit zum Abgangungewöhnlich riesiger Schadenslawinenmit teilweise bisher nicht be- kanntenAuslauflängen. DerSchwerpunktderLawinenaktivität lagimwestlichenTirolundgipfeltein den Lawinenkatastrophen vonGaltür am23.02.1999mit 31 Todesopfern und Valzur(GemeindeIschgl)am24.02.1999mitsiebenToten.BeimNiedergangder »ÄußerenWasserleiterlawine« inGaltür handelte es sichumeine Staublawine mit verhältnismäßig kleinemFließanteil. Die zerstörerischeWirkung und die außergewöhnlich großeReichweite sind vor allem auf diemit 2,5mbis 3,5m sehr hohenAnrissmächtigkeiten zurückzuführen.Die größtenAufpralldrücke und damit verbundenen Zerstörungen sind dabei mit größter Wahrschein- lichkeitderSaltations-oderfluidisiertenSchicht,alsodemBereichmitmittleren Dichten und hohen Geschwindigkeiten, zuzuordnen. Diese großen Anriss- mächtigkeiten sowie die große Anrissbreite führten zu extremenMassen an abgleitendemSchnee, der inder SturzbahndurchdieAufnahmevon zusätzli- chen Schneemengen noch vergrößert wurde (Entrainment). Die entlang der »ÄußerenWasserleiterlawine« abstürzenden Schneemassen konnten sich, be- dingt durch Topographie und flächenhaften Absturz, seitlich nur wenig aus- breiten, durchflossen den Talbodenmit großer Geschwindigkeit und stießen dadurch stark konzentriert inRichtung desOrtsteilsWinkl vor, wo es zu den größtenSchädenmit teilweisevöllig zerstörtenGebäudenkam. 20.3.2 Steiermark,Februar2005–über300Katastrophenlawinen Die Steiermarkwar,wie kein anderesBundesland, imFebruar 2005 vonKata- strophenlawinenbetroffen. Es begannmit demDurchzug einerKaltfront vom 18.01.–19.01.2005. Diese Kaltfront läutete eine Schlechtwetterphase mit teils kräftigen Schneefällen ein. Vom 01.02. bis 04.02.2005 intensivierten sich die Schneefälle.Neuschneehöhenvon120cmin24hundSchneezuwächseüber3m in 4 Tagen wurden im Bereich der Nordalpen gemessen. Diese Neuschnee- mengen, verbundenmit der anhaltendenNordströmung, führten an 3 Tagen (02.02.–04.02.2005) zurLawinengefahrenstufe 5.EntlangderNordalpen sowie auf derNordabdachungderNiederenTauern kames zuAuslösungenvonLa- winen,welche zumTeil als Jahrhundertereignisse zuwertenwaren. Besonders betroffenwaren die Planneralm (diesemusstemit denHeereshubschraubern evakuiertwerden),dasAusseerLand(BadAussee,Grundlsee,BadMitterndorf unddie Tauplitz warenvonderAußenwelt abgeschnitten), dasGesäuse sowie Fallbeispiele, fokussierendaufdenösterreichischenAlpenraum 519 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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