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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 21.01.2018: 50cm=1d-Neuschneesummealle 6 Jahre 22.01.2018: 35cm -> 2d-Neuschneesumme (21.01. + 22.01. = 85cm) alle 13 Jahre 23.01.2018:20cm->3d-Neuschneesumme(21.01.+22.01.+23.01.=105cm) ca. alle 18 Jahre Die Lawinenaktivität war vor allem imTiroler Oberland, d.h. imKaunertal, Paznauntal,Ötztal und Pitztal, sehr hoch und führte zuweitreichenden Stra- ßensperrungen. Schäden betrafen vor allem Bergwälder und technische Ver- bauungen,d.h. Stützverbauungen. Infrastrukturwurdekaumbeschädigt. Obwohl es in diesem Zeitraum zu extremen Lawinen (vgl. Definitionen EAWS)gekommenkam,wurdenwederPersonengetötetnochdieInfrastruktur bedeutendbeschädigt.Daraus ist ersichtlich, dass die baulichen, planerischen undwaldbaulichenMaßnahmen,dienach1999gesetztwurden,erfolgreichsind. Die wichtigsten organisatorischen sowie die temporären Maßnahmen (War- nungundSperrung)habengewirkt. 20.4 EinschätzungdesSachstandesundUnsicherheiten Schutzmaßnahmen für Lawinenwerden in aktive und passive Interventionen mit permanenter temporärerWirkdauer unterschieden.Extremereignisse sind in diesemZusammenhang insbesondere für Gefahrenzonenpläne, eine raum- planerischeMaßnahme des permanenten Lawinenschutzes, von entscheiden- demInteresse.InderGefahrenbeurteilungfürdenraumrelevantenBereichwird auf Basis des Forstgesetzes 1975 ein Ereignis mit einer Wiederkehrwahr- scheinlichkeit von ca. einmal in 150 Jahren als Bemessungsereignis definiert. Generelle Richtlinien für die Abgrenzung von Gefahrenzonen beinhalten die historische, die numerisch-mathematische, die empirisch-statistische, die morphologischeoderdiephysikalischeMethode. GrundsätzlicheQuellen fürUnsicherheiten finden sich anvielen Stellen im Beurteilungsprozess: Bei der Aufnahme von Felddaten, der Erstellung von Eingangsdaten(z.B.GeländeoderWetter),dervereinfachendenAnnahmenzur Modellbildung, der numerischen Näherungslösung oder deren Implementie- rung inSoftwaretools. Konkret finden sich Unsicherheiten in der Beurteilung historischer Ereig- nisse (historischeMethode) sowie in derGefahrenbeurteilungmittels compu- tergestützter Simulationsmodelle (numerisch-mathematischeMethode). Beide Methoden erforderndieAbschätzung eines Bemessungsereignisses. Einerseits erfolgt eineZuordnungderWiederkehrwahrscheinlichkeit zueinembestimm- ten historischen (dokumentierten) Ereignis und andererseits werden Ein- EinschätzungdesSachstandesundUnsicherheiten 523 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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