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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 HierwirddieSchneedeckemit ihreneventuell vorhandenenSchwachschichten charakterisiert. Örtliche Lawinenbewertungen erfolgen durch Lawinenkommissionen, wel- che Behörden hinsichtlich der Erforderlichkeit von Schutzmaßnahmen für Siedlungen, Schigebiete und Verkehrswege beraten. Behörden und Kommis- sionenmüssen die im Lawinenlagebericht überregional vorhandenen Gefah- renstellen auf lokale Lawinenhänge übertragen undWahrscheinlichkeit sowie Auswirkungen eines Lawinenabgangs beurteilen. Renner und Studeregger (2018) beschreiben, dass die Qualität des Risikomanagements sowohl von technischen Hilfsmitteln (Modelle, Wetterstationen etc.) als auch von der KommunikationzwischendemprofessionellenAkteursnetzwerkbeeinflusst ist. Die Lawinenkundewurde inden letzten Jahrzehnten laufendmit neuenEr- kenntnissen weiterentwickelt, trotzdem sind Lawinen (zeitlich, räumlich und nach der Größe) schwer zu prognostizieren. Das Problem ist, dass die Ein- flussfaktorenaufkleinstemgeographischenRaumsehrstarkvariierenkönnen. KronthalerundZenkeführten2006die»SystematischeSchneedeckendiagnose« ein, welche den Kommissionen erlaubt systematisch zu einer Empfehlung zu kommen.Studereggeretal. (2012)beschreibtdie InterpretationvonMessdaten an alpinenWetterstationen als weitere systematische Datengrundlage für die EntscheidungsfindungvorOrt.Wasbleibt, istbeiallenverwendetenMethoden, ModellenundAnalysenderFaktorMensch. 20.4.2 Modelle inderBewertungderLawinengefahr DieklassischeKriechbruchmechanik liefertdazuverschiedeneModelle,welche das Risswachstum in Abhängigkeit verschiedener Belastungsparameter setzt unddasasymptotischeVerhalteneinesRissesdarausableitet(z.B.Gittus,1975; Lackinger,1987).ManchmalbeschleunigtsichdieserVorgangzusehendsundes kommtzurLawine.Oft aber verlangsamtsichderVorgangundeskommtzum Stillstand. Warum das so ist und wann genau es zu einem Lawinenabgang kommt, lässt sich bis heute nicht zufriedenstellend erklären oder genau vor- hersagen.DasbelegenauchBeobachtungen,diezeigen,dassGleitschneelawinen sowohlamkältestenalsauchamwärmstenTagdesJahresabgehenkönnen(Mair undNairz, 2011). SpontaneSchneebrettlawinengleitenimGegensatzzuGleitschneelawinenan Schwachschichten innerhalbder Schneedecke ab. Forschungenwiderlegendas Scherriss-Modell (Gabletal.,1996),welchesbesagt,dasseszumBruchkommt, wenndieZugbelastungderdarüberliegendenSchneedeckedieFestigkeit inder Schwachschicht übersteigt. Beim neueren Antirissmodell nach Heierli et al. (2008, 2010) bzw. bei derWeiterentwicklung der Modelle nach Gaume et al. EinschätzungdesSachstandesundUnsicherheiten 525 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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