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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 methodenbefasste. ImJuni2002erschiendanndieVersionderÖNORMB4015, diediebeidenTeile1und2zusammenfasste.EndeMai2009wurdedieÖNORM B 4015 zurückgezogen. An ihre Stelle trat dieÖNORM EN 1998-1, die dem EUROCODE-8 entspricht. Nationale Festlegungen und Erläuterungen sind in der dazugehörigenÖNORMB1998-1 geregelt. Die in der letztenVersion der ÖNORMB4015(Version1997)erwähntenErdbeben-Bemessungswerteblieben bestehen und entsprechen den damaligen effektiven horizontalen Bodenbe- schleunigungen für die quasistatischeBerechnungsmethoden. Inzwischen fin- denBemessungen aufgrundvonAntwortspektren ihreAnwendungunddaher müssendie entsprechendenBemessungswerte inder aktuellenNormauf Spit- zenbodenbeschleunigungen angepasst werden.Das erfordert imDurchschnitt eineErhöhungderBemessungswerteumca.40%. 23.3 Fallbeispiele Die folgendenneunErdbebenereignisse können als extremeBeispiele angese- henwerden.DasErdbebenvom4.Dezember1690 scheint indieserAuflistung nicht auf, da eine grundlegende Studie nach den Kriterien der Historischen Erdbebenforschung noch aussteht. Einige andere bekannte Erdbebenwerden hier nicht extra vorgestellt, da sie nach rezenten Studien (Hammerl, 2017) Epizentralintensitätenaufwiesen,dieeinenGradvon7nichtmehrüberschritten (z.B. Leoben 1794) oder sich als »fake« heraus gestellt haben (z.B. Wiener Neustadt1668). 23.3.1 Kärnten–04.05.1201 In älterenErdbebenkatalogen (Toperczer undTrapp, 1950)wurdedasEpizen- trumdieses Bebens inMurau angenommen, das amwestlichenEndeder geo- logischenMur-Mürztal-Störungszone liegt, unddiemaximale Intensitätmit 98 aufder12-teiligenMercalli-SiebergSkalaabgeschätzt. Aufgrund einer quellenkritischen Studie (Hammerl, 1995) der zeitgenössi- schenOriginaltexte fürdasEreignis stellte sichheraus,dass jeneOrte,überdie Schadensberichte zu findenwaren, in Kärnten zu suchen sind und nicht, wie früher angenommen, in der Steiermark. Die Angaben in denOriginalquellen sind aber zu dürftig, umauch ein neues Epizentrum, die Epizentralintensität, MagnitudeunddieHerdtiefeabschätzenzukönnen.DiesesErdbebenwirdhier nurdeshalbangeführt,weil esoft inderSekundärliteraturangesprochenwird. Fallbeispiele 593 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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