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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Kernaussagen – Die Schadensanfälligkeit (Vulnerabilität) gegenüberExtremereignissen inÖsterreich istbislangkaumuntersuchtworden. – Grundsätzlich kannVulnerabilität aus verschiedenenBlickwinkelnherausbetrachtet werden, undumfasst zumindest physische, soziale,ökonomische und institutionelle Komponenten,die inWechselwirkungzueinander stehen. – Der dringendste Forschungsbedarf wird in der Erarbeitung von Datengrundlagen gesehen,die es erlauben,unterschiedlicheVulnerabilitätenzuquantifizieren. KeyPoints – Vulnerability to extremeevents inAustriahasbeenhardly studied so far. – Basically,vulnerability isamulti-dimensionalconceptwhichcanbecapturedentirely only when physical, social, economic and institutional components and their inter- actionareconsidered. – Changes inthefrequencyandmagnitudeofnaturalhazardsdonothaveadirecteffect onthevulnerability.Nevertheless, changes in the socio-economiccontextdohavean influenceon it. – Since the assessment of vulnerability relies on data availability, themost urgent re- searchneedsareseeninthedevelopmentofdatabasesthatallowitsquantificationand visualization. 27.1 Einführung Vulnerabilität (Verwundbarkeit oder Schadensanfälligkeit) undResilienz sind zwei zentrale Begriffe imManagement von Naturgefahren. DasManagement beinhaltet eineAnalyse jener gesellschaftlichenBedingungen, diedarüber ent- scheiden, ob die Auswirkungen eines Prozesses (z.B. Erdbeben oderÜber- schwemmung)Schädenverursachenkönnen,undobdieBewältigungskapazität ausreicht,dieseAuswirkungenzureduzierenoderzuvermeiden.Vulnerabilität ist dabei einwesentlicher Bestandteil der Risikoanalyse und bringt die Scha- densanfälligkeit einer Gesellschaft gegenüber Einwirkungen eines potenziell gefährlichenProzesses zumAusdruck. In denvergangenen Jahren entwickelte sichdieAuseinandersetzungmitVulnerabilität alswichtigesForschungsfeld in derösterreichischenNaturgefahrenforschung (Fuchs, 2009; Papathoma-Köhle et al., 2017).MehrerewissenschaftlicheDisziplinenbearbeitetendieThematik derVulnerabilität ausverschiedenenPerspektiven (Birkmannet al., 2013).Die Vulnerabilitätsforschung im Kontext von Naturgefahren setzt deshalb unter- schiedliche Schwerpunkte, wie die Frage nachder Schadensanfälligkeit inner- halb einerGesellschaft,mögliche interne gesellschaftliche Selbstverstärkungs- effekteoderEffektedesGlobalenWandelsundderen lokaleAuswirkungenauf denUmgangmit Naturgefahren (Füssel, 2007; Renn, 2008a, b; Cutter, 2018). Vorherrschende Konzepte – auch zur Resilienz – betonen in der Naturgefah- Vulnerabilität678 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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