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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 aucheinenÜberblickzudenFinanzierungsströmen.Die»Interessenten«sindin denmeisten Fällen dieGemeindenundnur inAusnahmefällen die direkt von Maßnahmen begünstigten Personengruppen. Die in Tabelle 02 angeführten Beträge entsprechen etwa einem Drittel der Gesamtausgaben für Präventiv- maßnahmenzuNaturgefahren (vgl. Sinabell, 2018). Die Ausgaben von Privatpersonen und vonUnternehmen zur Schadenprä- ventionoderSchadenminderungsind inderÜbersichtnicht enthalten.Esgibt dazu auch keine Statistiken. Auch die Ausgaben von Infrastrukturbetreibern (z.B. Straßenbau, Seilbahnbetreiber) zur Schadenvermeidung werden weder systematischerfasst nochberichtet. 28.3 SchadenursachenundRisiko-Steuerung 28.3.1 Bevölkerungsentwicklung DasAusmaßder SchädenunddieAusgaben zur Schadenprävention stehen in unmittelbaremZusammenhangmitderBevölkerung.DieEntwicklungderBe- völkerung imAlpenanteil der einzelnenBundesländer ist inTabelle 03 zusam- mengestellt.DieÜbersichtzeigt,dassderAnteilderinÖsterreichimAlpenraum lebenden Personen seit dem Jahr 2000 leicht abgenommen hat. Trotz des an- teiligenRückgangshatdieAnzahlderPersonen,die imAlpenraumÖsterreichs leben, signifikant zugenommen(siehemittlererTeilTabelle 03). DieregionaleBevölkerungsentwicklung ist jedochsehrheterogen.Dieszeigt Abbildung06, in der Zuwachs bzw.AbnahmederBevölkerung zwischen 2002 und2017 jeGemeindedargestellt ist.NochdetailliertereAuswertungenaufder Grundlage von Rasterdaten (250 x 250m) zeigen, dass die Personen bei der Wahl,wosiewohnen,demGefahrenpotentialRechnungtragen.WieSinabell et al. (2016) herausfanden, sind die Bevölkerungszuwächse von Personen am Hauptwohnsitz in Zonen mit hohem Gefährdungsgrad geringer als in nicht gefährdeten Zonen. Auswertung von Arbeitsstätten zeigen, dass auch Unter- nehmen gefährdete Zonenmeiden. Es wurde der Stand der Bevölkerung und Arbeitsstätten2001und2011verglichenundeswurdeeineGleichverteilungder Bevölkerungbzw.Arbeitsstätten indenRasterzellenunterstellt.DieErgebnisse von Fuchs et al. (2015, 2017) stehen dazu nicht notwendigerweise imWider- spruch, da unterschiedliche Gebiete untersucht wurden und unterschiedliche Gruppen verglichenwurden. Das von Löschner et al. (2017) konstatierte »ex- posure paradoxon« (die Bevölkerung in gefährdeten Zonen von Abwande- rungsgemeindennimmt zu)wurde vonSinabell et al. (2016) nicht untersucht. VorliegendePrognosendeutendaraufhin,dasssichdieheterogeneräumliche Entwicklung der Bevölkerung weiter fortsetzen wird. Die Bevölkerung einer ÖkonomischeDimensionenalpinerNaturgefahren730 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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