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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Seite - 734 -
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 28.4 SchlussfolgerungenundAusblick Im vorliegenden Beitrag wurde der Versuch unternommen, ökonomischeDi- mensionenalpinerNaturgefahrenausverschiedenenBlickwinkeln zubeleuch- ten. Eine solche Herangehensweise ist nötig, da derzeit keine zuverlässigen Statistiken vorliegen, aus denen wirtschaftliche Schäden im Alpenraum un- mittelbarabgelesenwerdenkönnen.DerzeitlaufendeAnstrengungen,umdieses Defizit zubeseitigen, sindvorallemauf zweiMotivezurückzuführen: 1)DasWissen über schadenauslösende Ereignisse hat in den letzten Jahren starkzugenommenunddaherwirddasFehlenvonzuverlässigenAngabenzu denökonomischenSchädenumsodeutlicherwahrgenommen. 2) EinenÜberblick zu innovativen Ansätzen in der Gestaltung der Zusam- menarbeit öffentlicher und privater Akteure hat die OECD vorgelegt und dabei betont, dass zuverlässige Informationen über ökonomische Dimen- sionen eine notwendige Voraussetzung für effizientes Naturgefahrenmana- gement sind (OECD,2014). Wie dieser Beitrag dokumentiert, wendet die öffentliche Hand beträchtliche Mittel auf, Schädenzuvermeidenund teilweise zukompensieren.DieseMittel bestmöglich einzusetzen ist einvolkswirtschaftlichesErfordernis undeinbes- seres Verständnis über die Zusammenhänge von Prozessen, Ereignissen und ökonomischenKonsequenzen istdazueinenotwendigeVoraussetzung. Nicht nur aus einem rechtlichen (Weber, 2018), auch aus einem ökonomi- schen Blickwinkel ist eine zentrale Aufgabe des Staates, öffentliche Güter wie Katastrophenschutzmaßnahmen bereitzustellen. Staaten, die mit geeigneten InstitutioneninderLagesind,öffentlicheGüterbereitzustellen,ermöglichenein höheresWohlbefindenderBürger (Acemogluetal., 2014). StaatlichesHandeln ist angezeigt wegen dermangelhaften Anreize privater Akteure, diese ausrei- chend anzubieten. Dieses »Marktversagen« wird vielfach als Legitimation für denStaatund fürkollektivesHandelngesehen (NowotnyundZagler, 2009). Unter öffentlichen Gütern versteht man in der Ökonomie Güter und Dienstleistungen, die zwei Eigenschaften aufweisen: Es ist nichtmöglich oder unwirtschaftlich einzelne Personen von der Nutzung auszuschließen und die InanspruchnahmedurcheinePersonbeeinträchtigtdieNutzungdurchandere Personen nicht (Samuelson, 1954). Diese Eigenschaften werden Nicht- Aus- schließbarkeit undNicht-Rivalität genannt und sind auch in derUmweltöko- nomiebesondersbedeutend (PearceundTurner, 1990).Die inderVergangen- heit getätigten hohen öffentlichen Aufwendungen zur Schadensabwehr gegen alpineNaturgefahren können damit teilweise erklärt werden. Eine Rechtferti- gung für ähnliches Vorgehen in der Zukunft lässt sich daraus jedoch nicht unmittelbarableiten. ÖkonomischeDimensionenalpinerNaturgefahren734 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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