Seite - 755 - in ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen
ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924
gorien einzuteilen sind, vondenen sich danndieMindestausrüstungder Feu-
erwehrableitet.
Aus denVorhaltungen der Feuerwehren auf kommunaler Ebene, die über-
wiegend auf die örtliche Gefahrenabwehr ausgelegt sind, rekrutieren sich im
Katastrophenfall bzw. imFallüberörtlicher Einsätze größereEinheiten für die
Katastrophenbekämpfung,wobeiinderRegeleinesolcheEinheitproBezirkzur
Vergügungsteht.AufgabedieserEinheitenist, imKatastrophenfalldieörtlichen
Einheiten zu unterstützen. Zum Teil verfügen auch die Feuerwehrverbände
unmittelbarüber größere Einheiten für denKatastrophenhilfsdienst. Darüber
hinaussindFeuerwehrenanspezifischenStandorten (Stützpunktfeuerwehren)
für besondere lokale Aufgaben speziell ausgerüstet.Weitere quantitative Vor-
gaben,wasdieVorsorgefürExtremereignissebetrifft,existierenhingegennicht.
DurchdieAnsiedlungderVorsorge bzw. auchderGefahrenabwehr undScha-
densbekämpfung auf kommunaler Ebene entsteht jedoch eine vollständige
Flächendeckung, und somit können auch flächenhafte Großereignisse an
mehrerenOrtengleichzeitigbekämpftwerden.
Die Katastrophenvorsorge im Rettungswesen unterscheidet sich hiervon
dadurch, dass es im Rettungsdenst zwar vergleichbare Regelungen für die
Mindestausstattunggibt,währendaber vergleichbaregesetzlicheVorgaben für
dieKatastrophenvorsorge fehlen.
29.4.2 Bewältigung»extremer«Katastrophen
SchädigendeEreignisse, deren Schadenswirkungen eineDimension erreichen,
dieüberdasNormalebzw.Alltäglichehinausgehen,könnendurchBehörden(in
denmeisten Fällen durch die örtlich zuständige Bezirksverwaltungsbehörde)
zur Katastrophe erklärt werden. In einigen Bundesländernmuss dieser Sach-
verhalt auch öffentlich kundgemacht werden. Tritt auf dieseWeise eine Kata-
stropheein,soändernsichinweitererFolgedieGrundlagenfürdieBewältigung
desEreignissesundseinerFolgen.DieFeststellungeinerKatastrophehatAus-
wirkungenauf die Führungsstrukturen, aufEingriffsmöglichkeitenderBehör-
den, auf PflichtenderAllgemeinheit undauchauf dieÜbernahmevonKosten
fürdieBewältigungderKatastrophedurchdieöffentlicheHand.
InKatastrophensituationen ergeben sich für die zurKatastrophenbekämp-
fungzuständigenBehördeneinigetypischeProblemlagen.Bereitsangesprochen
wurdedasRessourcenproblem,d.h. dassEinsatzmittel oderEinsatzkräfte, die
fürdieBewältigungbenötigtwerden,derBehördenicht inausreichendemMaß
zur Verfügung stehen. Dies wird imWeiteren ausführlicher diskutiert. Damit
verbundenistnatürlichauchdasProblem,dassdieerforderlichenBudgetmittel
imRegelhaushalt nicht zurVerfügung stehen, umEngpässe – etwa durch Be-
Management»extremer«Katastrophen 755
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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Buch ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich"
ExtremA 2019
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
- Titel
- ExtremA 2019
- Untertitel
- Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
- Autoren
- Thomas Glade
- Martin Mergili
- Herausgeber
- Katrin Sattler
- Verlag
- Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7370-1092-4
- Abmessungen
- 15.5 x 23.2 cm
- Seiten
- 778
- Kategorie
- Geographie, Land und Leute