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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 strophenhilfsdienste ergehen, die wiederumhinsichtlich ihrerWirkung über- wacht und gegebenenfalls angepasst werden. In der einsatzleitenden Behörde wird zudemZweck eine besondere Führungsorganisation, ein Stab, errichtet, um Leitungsaufgabenwahrnehmen und umsetzen zu können. Stäbe struktu- rieren sich nach bestimmten Grundsätzen in mehrere Stabsaufgaben oder Führungsgrundgebiete wie Personal, Lage, Einsatz, Versorgung, Öffentlich- keitsarbeit u. a. Ganzwesentlich ist dabei auch derAufbau vonVerbindungs- strukturen zu anderenBehördenundbeteiligtenOrganisationen in Formvon Verbindungspersonen (BMI, 2007). Aufgrund der möglichenÜberforderung in Hinblick auf Kapzitäten und Ressourcen, die insbesondere bei Extremereignissen eintreten kann, wurden Verfahrenund rechtlicheMöglichkeiten geschaffen, umEngpässe ausgleichen zu können. Durch die hohe Flächendeckung und die dichte Ausstattungmit ehrenamtlichen Einrichtungen im österreichischen Katastrophenschutz, die gesetzlichnichtnachobenlimitiert ist,entstehenautomatischÜberkapazitäten, die imKatastrophenfallmit entsprechenderVorlaufzeit aktiviert werden kön- nen. Auch im gesamten Führungsverfahren der einsatzleitenden Behörden neh- men fundamentale Grundsätze auf mögliche Ressourcenengpässe undÜber- forderungenBedacht(BMI,2007).ZudenleitendenGrundsätzenzähltvorallem derGrundsatzderSchwergewichtsbildung,d.h. dieKonzentrationder verfüg- baren Mittel auf jene Stellen oder Bereiche, von denen der größte Schaden ausgeht. Engdamit verbunden ist derGrundsatz derReservenbildung für un- vorhergeseheneEntwicklungen.WeitereGrundsätze,diehierzuerwähnensind, sind dieÖkonomie der Kräfte und die Verhältnismäßigkeit des Ressourcen- einsatzes.Die verfügbarenEinsatzmittel sollen in erster Linie für jeneZwecke verwendetwerden,wosiedengrößtenNutzenstiften.Zudemistauchunterden besonderenUmständen eines Katastropheneinsatzes stets eine entsprechende Güterabwägung vorzunehmen, ob der erzielbare Erfolg zu den eingesetzten Ressourcen ineinemvertretbarenVerhältnis steht. 29.4.2.3 Ressourcenengpässe Reichen die vorhandenenMittel, die den Behörden innerhalb ihres örtlichen Zuständigkeitsbereiches zur Verfügung stehen, nicht aus, so bestehen ver- schiedene weitereMöglichkeiten, Ressourcenengpässe auszugleichen bzw. zu überbrücken. DieKatastrophenmedizinbzw.derRettungsdienstkenntinderpräklinischen VersorgungdasVerfahrenderPriorisierungvonPatientenbzw.Katastrophen- opfern.ReichendievorhandenenpersonellenundmateriellenRessourcennicht aus, umalle Betroffenen sofort individualmedizinisch auf gleichemNiveau zu Management»extremer«Katastrophen 757 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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