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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 228 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN228 Sammlung am wenigsten vertreten sind – und von Porträten österreichi- scher Notabilitäten, für welche bei dem vorhandenen Material mehr hätte erreicht werden können“, sein. Becker regt an dieser Stelle an, eine ähnliche Akquisitionskampagne zu veranlassen, wie Franz I. sie 1828 durchführen hatte lassen. Am Ende seiner Betrachtungen thematisiert er eine weitere Maßnahme, die sich für die Porträtsammlung als bedeutungsvoll und weg- weisend für die Zukunft herausstellen sollte. Seiner Ansicht nach müsse es einer Sammlung, die ein Kaiser von Österreich gegründet hat, wohl am nächsten liegen, dass darin die „Mitglieder des österreichischen Kaiserhau- ses in vorzüglich ausreichender Weise“ vertreten seien. Hatte dieser Aspekt unter Franz I. noch Berücksichtigung gefunden, so habe man es seit dessen Tod wohl an Konsequenz mangeln lassen. Diesem Anliegen werde mit dem Sammeln von über den Kunsthandel vertrieben oder in Zeitschriften und Publikationen veröffentlichten Porträts des Kaiserpaares und seiner Kinder allerdings „in der Regel nur nothdürftig gedient“. Historischen Wert besitze nur die Fotografie, „weil sich mit derselben das Bild in jeder Lebensperiode und in jeder Situation leicht fixieren lässt“. Die Porträtsammlung sei der zweckmäßigste Ort, um zumindest je einen Abzug der wichtigsten Aufnah- men zu hinterlegen, wobei Becker hier über reine Porträtfotos hinausgeht und auch jene miteinbezieht, die zu diversen Anlässen oder auf Reisen auf- genommen werden.723 Seine Überlegungen zur Privatbibliothek Franz Jo- sephs werden im folgenden Abschnitt (5.6.4) behandelt. Beckers Zustandsbericht und Arbeitsprogramm ist wahrlich umfassend und zeugt von einer intensiven Auseinandersetzung mit den ihm anvertrauten Sammlungen. Die Zweckwidmung als „Familienbibliothek“ für die Mitglie- der des Kaiserhauses ist evident – alleine der Begriff kommt im Text mehr- fach vor. Die Büchersammlung soll zugleich auch als Studienbibliothek für den kaiserlichen Nachwuchs dienen, weshalb Literatur für den Unterricht bevorzugt angekauft werden soll. Als Privatbibliothek des Erzhauses ist na- türlich auch der Schwerpunkt österreich-spezifische Literatur (Austriaca) weiter zu forcieren. Für jenes Werk, mit welchem man Becker bis in die Ge- genwart in Verbindung bringt – den ersten und einzigen gedruckten Katalog der Fideikommissbibliothek – werden hier die grundlegenden Schritte ge- setzt, denen in bemerkenswert kurzer Zeit vollbrachte essenzielle Vorarbei- ten vorausgegangen sind. Als Quintessenz stellt Becker an Kaiser Franz Joseph neun Anträge res- pektive Fragen, wovon sich die letzten fünf auf die Fideikommissbibliothek 723 FKBA26135, pag. 27–47. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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