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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 239 -
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Seite - 239 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 239 liotheksvorstand der festen Überzeugung ist, dass Abzüge im Rahmen ihres Erscheinens vom Hof angekauft worden sind. Nun müsse lediglich je ein Ex- emplar den Weg in die Sammlung finden, das Übrige wäre nachzukaufen. Darüber hinaus seien auch Abbildungen der übrigen Mitglieder des Hofes für die Sammlung wünschenswert. Becker meint an diese am einfachsten zu gelangen, indem man die betreffenden Personen mit Hinweis „auf den von Seiner Majestät ausgesprochenen Wunsch und den Zweck der Samm- lung“ um solche bittet. Für den Sammlungsleiter eröffnet sich aufgrund der technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Fotografie jedoch noch eine weitere Quelle für die Porträtsammlung. Fotografische Aufnahmen der Kaiserfamilie und der übrigen Mitglieder des Hofes seien aufgrund des historischen Interesses von großer Bedeutung, da „neben der getreuesten Porträtähnlichkeit auch die geringsten Veränderungen durch körperliche Entwicklung, Lebensalter und Situation zur Geltung kommen, wodurch die Möglichkeit eintritt, die Porträte einer und derselben Persönlichkeit in chronologisch geordneten Reihen zusammenzustellen.“ Diese Idee sei am einfachsten zu realisieren, indem man je ein Exemplar der bisher zu Stande gekommenen Porträtfotos samt Aufnahmedatum erhalten und dies in der Zukunft so weiterführen würde. Hinsichtlich des Einsammelns der bereits existierenden Fotos macht Becker einen praktischen Vorschlag: „In den Porträtalbums, die in den Appartements Ihrer Majestäten […] auf- liegen, findet sich nahezu die ganze Suite der bisher geschehenen photogra- phischen Aufnahmen Ihrer Majestäten […], der kaiserlichen Kinder und der mehrsten Verwandten der kaiserlichen Familie. Und durch Abgabe dieser Al- bums an die Sammlung – und zwar vorerst der älteren, die in den Apparte- ments nicht mehr gebraucht werden – wäre die Möglichkeit gegeben, die Por- träte nach Persönlichkeiten chronologisch zu ordnen und die sich ergebenden Lücken nachträglich auszufüllen.“752 Eine Reaktion des Kaisers fehlt. Es ist auch schwer vorstellbar, dass bei der stetig steigenden Menge an bildlichen Veröffentlichungen und der daran be- teiligten Personen (Hofstäbe, Verleger, Fotografen etc.) sich die Abgabe von Pflichtexemplaren realisieren hätte lassen. Vielmehr dürfte es so gewesen zu sein, dass der Bibliotheksvorsteher seine Intention durch wiederholte Auf- forderungen an Künstler oder Fotografen umzusetzen versuchte, besonders wenn Porträts im kaiserlichen Auftrag angefertigt wurden. So wendet sich 752 FKBA27002, fol. 2r–v. Im heutigen Fotobestand befinden sich keine derartigen Alben aus dem Besitz des Kaiserpaares, lediglich eine aus sechs Alben bestehende Sammlung des Erzherzogs Wilhelm (1827–1894), Pk 2.042. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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