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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN250 vorschlagen zu dürfen. Dieser Verein, im Jahre 1871 gegründet, nimmt unter den vaterländischen Institutionen für Pflege und Förderung der Musik einen hervorragenden Platz ein. Er ist der einzige unter den Bestehenden, der sich neben der Aufführung klassischer Tonwerke den unentgeltlichen Unterricht in den Musikfächern zur Regel gemacht hat. Um die Förderung seiner Zwecke sind in führerer Zeit die Advocaten Dr. Rechbauer und Dr. [Anselm] Hütten- brenner in Graz, in der jüngeren Zeit der Landeshauptmann Dr. Moritz von Kaiserfeld und Oberfinanzrath Dr. Josef Schweighofer verdient geworden. Für das Archiv dieses Vereins bilden die Gegenstände, der hier in Frage stehenden Sammlung durchwegs Novitäten von hohem Werthe, da er die Musikliteratur des abgelaufenen Jahrhunderts zu pflegen bisher nicht in der Lage war, und die Natur des kaiserlichen Geschenks als Andenken an den durchlauchtigs- ten Herrrscher, der die Sammlung angelegt, würde dem Verein zum freudigen Ansporn dienen, diese Sammlung als Ganzes zu bewahren und ihr eine zur würdigen Aufstellung entsprechende Oertlichkeit zuzuweisen.“806 Franz Joseph willigt nun ein, woraufhin Becker diesen Entschluss Mitte Ap- ril 1879 an den Statthalter in der Steiermark, Guido Freiherr von Kübeck- Küba u, weitergibt. Im Laufe des Sommers 1879 wird die Sammlung in mehreren Tranchen nach Graz geschickt und der Präsident des steirischen Musikvereins, Carl Friesach, um entsprechende Empfangsbestätigung ge- beten.807 5.7 Der gedruckte Realkatalog – „Beckerkatalog“ Der Grundstein zur Schaffung eines gedruckten Realkataloges, der die Be- stände der Fideikommiss- und der Privatbibliothek Franz Josephs enthalten sollte, ist durch den letzten Absatz des neunten Antrags Beckers in seinem Arbeitsprogramm und Franz Josephs Plazet gelegt worden. Die fundierten Überlegungen und Argumente des Bibliotheksvorstehers sind dort hinläng- lich dargestellt. Im Jänner 1871 hält Becker sogar fest, dass ihm die Erstel- lung eines „Handkataloges“ über die „Sammlungen der allerhöchsten kai- serlichen Familien“, durch welchen sie „leichter nutzbar“ wären, „von Seiner Majestät unserem allergnädigsten Kaiser ausdrücklich zur Pflicht“ gemacht worden sei.808 Auch die letzten Unklarheiten bezüglich der zu berücksichti- 806 Schreiben vom 10.04.1879 an Kaiser Franz Joseph. Wien, ÖNB, Musiksammlung, Mus.Hs. 4797. 807 Wien, ÖNB, Musiksammlung, Mus.Hs. 4797, Korrespondenz. 808 FKBA27008, fol. 2v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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