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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 254 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN254 Hofes und ein weiteres für Franz Joseph überreicht, erneuert Becker Anfang August 1873 seinen Auszeichnungsantrag und legt gleichzeitig Vorschlags- listen von Empfänger sowohl für die zwölf besonderen Exemplare als auch für die Gesamtauflage von 200 Stück in schlichterem Einband bei. Die Liste für letztere enthielt „allerhöchste und höchste Persönlichkeiten […] von denen sich theils nach ih- ren Beziehungen zum allerhöchsten Hof, theils als Inhaber von Privatbiblio- theken voraussetzen lässt, dass sie am Besitz des vorliegenden Cataloges ein reges Interesse nehmen; sodann jene wissenschaftlichen Institute und Corpo- rationen, denen nach ihrer Organisation ein solcher Beitrag zur Bibliographie unter allen Umständen höchst erwünscht sein muss“.816 Wie Becker selbst eingesteht, ist ihm der dienstälteste Mitarbeiter Kustos Georg Thaa die größte und wertvollste Unterstützung gewesen, da dieser durch seine vierzigjährige Tätigkeit in der Bibliothek über viele wichtige Umstände Auskunft geben konnte. Er hat nicht zuletzt auch sein Pensio- nierungsgesuch zurückgestellt, um zumindest bis zur Vollendung des ersten Bandes mitwirken zu können, weshalb man auch für ihn bei Franz Joseph um ein Zeichen der Anerkennung bittet.817 Thaa wird infolgedessen das „al- lerhöchste Wohlgefallen“ ausgedrückt und Finsterbeck das goldene Ver- dienstkreuz mit der Krone verliehen.818 Im ersten Band wurden ausschließlich Buchbestände aus der Fideikom- miss- sowie der Privatbibliothek Franz Josephs verzeichnet. Werke der ers- teren hatten bis zur Bibliothekszahl FRANZ 33.924 Berücksichtigung gefun- den,819 die wiederum bei eins beginnenden Bibliothekszahlen der letzteren sind mit einem Sternchen gekennzeichnet. Werke der in Prag befindlichen Ferdinandea flossen hier (noch) nicht ein. Die für Fideikommisse charakteristischen Eigentumsverhältnisse – ich verweise auf meine Ausführungen zu Fideikommissinhaber und -anwär- ter820 – erschwerten die Titelfindung für den Katalog. Die getroffene Wahl, „Die Sammlungen der vereinten Familien- und Privat-Bibliothek S[eine]r M[ajestät] des Kaisers“ ist vieldeutig, ihr Zustandekommen unklar. Das am Titelblatt daruntergesetzte Wappen mit dem Spruchbanner „Viribus uni- tis“ deutet selbstverständlich auf Franz Joseph hin. Das Frontispiz zeigt 816 FKBA27056, fol. 1v. 817 Ebenda, fol. 1–2. 818 Ebenda, fol. 3 bzw. FKBA27069, fol. 1–2. 819 Vgl. die Anmerkung am Vorsatzblatt des Standortsrepertoriums Bd. VII (FKB.INV.2). 820 Vgl. Anm. 623 v. a. § 629. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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