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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 256 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN256 von 1859/60 explizit als einziger Bestandteil der ersten Rubrik aufgeführt ist. Die Verteilung der Exemplare des ersten Katalogbandes an Personen und Institutionen ist in mehreren Listen genau dokumentiert.823 Entspre- chend umfangreich ist auch das Konvolut der Empfangsbestätigungen.824 Der im Zusammenhang mit dem Katalog häufig gebrauchte Zusatz, dass er „als Manuskript gedruckt“ wurde, bedeutet nichts anderes, als dass seine Auflage gering und (prinzipiell) nicht für den Buchhandel, sondern zur ge- schenkmäßigen Verteilung bestimmt war. Die umfangreiche Liste der Emp- fänger zeigt, wie groß Beckers Austauschprojekt dimensioniert war. Anfang Jänner 1874 übersendet Becker seinen Rechenschaftsbericht über die Verwendung des Gesamtbetrages von 6.000 Gulden nach Prag. 1.831 fl. 82 kr. ö.W. seien für die Versorgung nicht gebundener Buchbestände der Fideikommissbibliothek sowie zur „Ajustierung eines verwarlosten [sic] Werthgegenstandes (Malachit-Dintenzeug [Schreibzeug] der Kaiserin Ma- ria Theresia825)“ verwendet worden und 4.076 fl. zur Herstellung des ersten Katalogbandes (zusammen 5.907 fl. 82 kr.). Gleichzeitig überreicht er ein Exemplar zur Weiterleitung an Kaiser Ferdinand I., aus dessen Vermögen das Projekt bislang ja finanziert worden ist. Dies nicht nur als Beleg für die Verwendung des gewidmeten Geldes, sondern auch um die Kosten für die weiteren beiden Bände, deren Erscheinen 1874 und 1875 geplant ist, zu lu- krieren. Diesbezüglich kann Becker berichten, dass Finsterbeck den für den 823 FKBA27056; vgl. auch FKB.INV.78. Neben Kaiserin Elisabeth ging je ein Exemplar an Kronprinz Rudolf, Erzherzogin Gisela, Kaiser Ferdinand I., an die Erzherzoge Franz Karl, Karl Ludwig, Ludwig Viktor, Leopold, Rainer, Albrecht, Karl Ferdinand und Wilhelm, den den deutschen Kaiser, an die Kaiser von Russland und Brasilien, an die Königin von Eng- land, die Könige von Schweden, Dänemark, der Niederlande, Belgien, Italien, Portugal, Griechenland, Sachsen (dort auch an den Kronprinzen), Bayern und Württemberg, an die Großherzoge von Baden, Weimar, Mecklenburg und Hessen-Darmstadt, an die Akademien der Wissenschaften in Amsterdam, Berlin, Brüssel, Kopenhagen, Lissabon, Madrid, Mün- chen, Paris, Pest, St. Petersburg und Wien, an die Universitäten in Basel, Bern, Bonn, Breslau, Dorpat (Tartu), Erlangen, Freiburg, Gießen, Graz, Greifswalde, Halle, Heidelberg, Innsbruck, Jena, Königsberg (Kaliningrad), Krakau, Leipzig, Lemberg, Lund, Marburg, München, Oxford, Pest, Prag, Riga, Rostock, Tübingen, Uppsala, Wien, Zürich, an die öf- fentlichen Bibliotheken in Athen, Berlin, Brüssel, Karlsruhe, Den Haag, Kopenhagen, Lis- sabon, London (British Museum), Moskau, München, Nürnberg (German. Nat.museum), Paris, St. Petersburg, Stockholm, Stuttgart, Turin, Agram (Bibl. d. südslaw. Akademie), Graz (Johanneum), Hermannstadt (Bibl. d. Vereins f. Landeskunde), Lemberg (Osso- lineum), Pola (Bibl. d. hydrogr. Museums), Prag (Bibl. d. Ges. d. Wissenschaften), Wien (Hofbibl., Akad. d. bild. Künste, Kriegsbibl., polyt. Institut, Museum f. Kunst u. Industrie), an die Museumsbibliotheken in Innsbruck, Klagenfurt, Laibach und Linz etc. 824 FKBA27071. 825 Mit „Kaiserin Maria Theresia“ scheint die zweite Gattin Franz’ I. (1772–1807) gemeint zu sein, da das Schreibzeug stilistisch in die Zeit um 1800 gehört. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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