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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN266 xiert. Insgesamt wird das Vermögen einschließlich aller Wertpapier, An- sprüche und Realitäten auf 30,2 Mil- lionen Gulden geschätzt.868 Im vorangegangenen Abschnitt wurde bereits ventiliert, inwieweit Franz Joseph mit der Übertragung der Bibliothek in sein Privateigen- tum hatte rechnen können. Nicht besprochen wurde bislang hingegen, warum sie Ferdinand nicht gleich der Fideikommissbibliothek einver- leiben ließ. Es steht zu vermuten, dass er sich über Details hinsichtlich der Zukunft seiner Sammlung nach seinem Tod keine konkreten Gedan- ken machen wollte und Verfügungen in dieser Hinsicht Franz Joseph zu überlassen gedachte, dem ja seit 1870 schon weitreichende Adminis- trationsrechte über die Fideikommissbibliothek übertragen worden waren. Becker merkt in Zusammenhang mit der nun notwendigen Ausdehnung des Realkataloges auf die Bücher aus Prag zumindest an, dass dieser Zuwachs „unverhofft“ geschah.869 Bevor nun die Inkorporierung der Ferdinandea näher besprochen wird, soll zunächst noch einer formal äußerst wichtigen, real aber ziemlich neben- sächlichen Rechtshandlung gedacht werden, die der Tod Ferdinands eben- falls nach sich gezogen hatte. Das Amt des Fideikommissherren und Nutz- nießers geht mittels Einantwortungsurkunde vom 15. Juli 1875 auf seinen um neun Jahre jüngeren (einzigen) Bruder Erzherzog Franz Karl über.870 Sein Sekretär Christoph von Columbus871 fordert deshalb „nebst einer kur- zen Darstellung des dermaligen Standes dieses, das höchste Interesse erzeu- genden Objektes“ vor allem Angaben über die mit dem Besitz verbundenen finanziellen Verpflichtungen für die darin beschäftigten Beamten sowie die 868 Wien, ÖStA, HHStA, OMaA, Kt. 380: „Eidesstättiges Bekenntnis über das Allodial Verlas- senschafts Vermögen nach weiland Sr. Majestät dem am 29. Juni 1875 zu Prag verbliche- nen Kaiser Ferdinand I.“ 869 FKBA28025, fol. 2v. 870 Zur bedingten Erbserklärung und der stattgefundenen Inventur siehe Wien, ÖStA, HHStA, OMaA, Kt. 285–4 (III 32). 871 Seit 1864 Ritter des Eiserne-Krone-Ordens dritter Klasse. Abb. 28: Kaiser Ferdinand I. in seinen letzten Lebensjahren Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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