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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 268 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN268 men und seinerzeit, wenn in Meiner Hofburg in Wien ein passendes Lokale ausgemittelt sein wird, mit Meiner bereits unter Ihrer Leitung stehenden Pri- vatbibliothek zu vereinigen. Nach vollzogener Übername haben Sie Mir die Meldung und sobald die Übersiedlung theilweise oder ganz wird stattfinden können, die geeigneten Anträge zu erstatten. Wien, 10. August 1875 Franz Joseph m.p.“875 Bereits einige Tage später skizziert Becker den Gesamtbestand, so wie er „in einem Theile des ersten Stockwerkes des sogenannten Toscanischen Hauses“ aufgestellt war. Dieser bestehe neben 8.166 Buchnummern (in etwa 25.000 Bänden) aus beinahe 8.000 „artistischen Blättern“, wovon die darunter befindlichen etwa 1.500 Tier-, Pflanzen- und Landschafts- aquarelle „den vorwiegend größten Werth repraesentiren“. Ferner seien die Sammlung von Siegelabdrücken, vier ältere Globen, einige Büsten (darunter Franz I. in Marmor und Ferdinand I. in Bronze) und zahlrei- che Por träts von Mitgliedern des Kaiserhauses erwähnenswert. Um die Menge an nach Wien zu transportierenden Büchern möglichst zu verrin- gern, schlägt Becker sogleich vor, sowohl die nach Abgleich mit der Pri- vat- und Fideikommissbibliothek als Dubletten erkannten Titel, als auch Werke „von höchst untergeordneter Bedeutung“ in Prag zu belassen und an „literarische oder humanistische Anstalten in Böhmen“ zu verschenken. Solcherart dezimiert, stünde einem sofortigen Transport des „werthvollen Kerns“ nach Wien und einer Unterbringung in den Bibliotheksräumlich- keiten nichts im Wege. Seiner groben Schätzung zufolge könnten durch den Einbau neuer Schränke an freien Wandflächen in den unteren Räumen der Fideikommissbibliothek etwa 2.000, in den oberen hingegen 8.000 Bände Aufstellung finden. Einer Vermengung mit bereits dort befindlichen Bü- chern sei durch eine gesonderte Nummerierung (mit Sternchen) und Ka- talogisierung vorgebeugt. Einige Bücherkisten müssten schlimmstenfalls für einige Zeit in einem Magazin gelagert werden. Für die wertvollen Aqua- relle könnte durch Entfernung älterer Atlanten im Obergeschoss ebenfalls Platz geschaffen werden, wo sie vor extremen Temperaturschwankungen geschützt wären.876 Die Übersiedelung werde infolge arbeitsteiligen Vorge- hens bald vonstattengehen können, da der mit der Ferdinandea aus frühe- rer Zeit bestens vertraute erste Skriptor Carl Post in Prag mit der „Speci- alaufnahme der werthvollsten Gegenstände“ beschäftigt sei, während man 875 FKBA28014. 876 Vgl. Anm. 738. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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