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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 273 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 273 Stück geschätzt) einer restauratorischen Behandlung zuzführen wäre.893 Die anlassbedingte Erweiterung des zweiten Bandes des Realkataloges in zwei Abteilungen wurde im vorangegangenen Abschnitt erörtert. Im Februar 1876 ist man bereits mit der Adjustierung der Aquarelle beschäftigt. Becker bittet den Kaiser um die Erlaubnis zur Vorlage eines Portefeuilles mit Blät- tern, an denen erste restauratorische Maßnahmen gesetzt worden sind, zur Begutachtung und erhofften Gutheißung.894 Ein Jahr später, im Frühjahr 1877 ist die Integration des ferdinandei- schen Nachlasses so gut wie abgeschlossen. Becker berichtet über die genaue Zusammensetzung des Bestandes und die Modalitäten seiner Aufstellung. Er präzisiert, dass lediglich zwei wertvolle (Bücher)Kästen der Ferdinandea nach Wien geschafft worden sind, während der Rest in Prag verblieben sei. Für leicht zu beschädigende Objekte habe man „besondere Umhüllungen“ anfertigen lassen, von den ungebundenen Titeln jedoch nur jene mit einem Einband versehen, die ganz lose oder in einzelnen Heften zusammengebun- den vorgelegen sind. Summa summarum seien aus dem Nachlass Ferdi- nands nun 5.824 Druckwerke in etwa 16.000 Bänden, 351 Kartenwerke in 1.995 Blättern, 393 Aquarelle (Landschaften, Veduten, architektonische Darstellungen) und 9.594 Handzeichnungen (naturhistorische Gegenstände) übernommen worden. Im Zusammenhang mit dem Bücherzuwachs streicht er vor allem jene aus den Bereichen Erdkunde, Geschichte und den Natur- wissenschaften hervor und bei den Kartenwerken jene zu den Kronländern der Monarchie. Die Aquarelle älterer und jüngerer Meister seien, „um diese Bilder gegen Verletzungen zu schützen und zum bequemen Handgebrauch“ jeweils passepartouriert und zu je zehn Stück in einem Portefeuille gelagert worden. Becker erwähnt dabei speziell jene im Auftrag Ferdinands geschaf- fenen Blätter vaterländischer Künstler wie Jakob, Rudolf und Franz Alt, Eduard Gurk, Johann Baptist und Johann Nepomuk Hoechle sowie Lean- der Ruß. Die beachtliche Menge an Handzeichnungen (Darstellungen von Pflanzen, Tieren und Obstsorten) von Künstlern wie Eduard Gurk, Josef Knapp, Leopold Brunner, Josef Mann, Josef Zehner, Michael und Wilhelm Sandler, Leopold Stoll, Franz Xaver Gruber, Bernhard von Schrötter und Franz Theodor Zimmermann seien aus „oeconomischen Gründen“ vorläufig zu je 80 Stück auf „schwache Cartons aufgezogen“ in ihren „hölzernen Ca- hiers“ belassen worden. Lediglich Claude Joseph Vernets Studienblätter sei- ner italienischen Reise habe man ebenfalls mit Passepartouts versehen. Die Aufbewahrung all dieser Blätter in den Räumen der Fideikommissbibliothek konnte schließlich, wie von Becker geplant, durchgeführt werden, da die der 893 FKBA28025. 894 FKBA28024. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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