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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 283 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 283 Nachdem mein Amtsvorgeher bereits einen Entwurf zu diesem Instru- mente im Julius 1844 vorgelegt hatte, so haben Seine regierende Majestät befohlen, nunmehr, in Folge des Regierungswechsels, im besagten Entwurfe einige Modificationen eintreten zu lassen; als solche werden in der allerhöchs- ten Resolution speciell bezeichnet: 1tens, dass die seither vorgekommenen Änderungen in dem Stande der zum Fideikommisse gehörigen Fonds Capitalien gehörig berücksichtigt und festge- stellt werden; 2tens, dass die das Fideicommiss bildenden unbeweglichen Güter mit mög- lichster Genauigkeit in der Errichtungsurkunde aufgeführt werden; insbeson- dere sollen die zur Herrschaft Wolfpassing gehörigen Gülten im Viertel ober dem Manhartsberg mit der Vollständigkeit bezeichnet werden, wie dieselben sich in den öffentlichen Büchern aufgezeichnet vorfinden. Ich ersuche Euer Wohlgeboren, mich mit thunlichster Beschleunigung in die Lage zu setzen, einen neuen Entwurf der Fideicommissurkunde unter Be- rücksichtigung der anbefohlenen Modificationen des früher allerhöchsten Orts vorgelegten anfertigen lassen zu können. Euer Wohlgeboren haben unterm 28. Julius 1843 Zahl 469 einen Ausweis über den lastenfreien Bestand des zum Falkenstein’schen Fideicommiss aus- geschiedenen Vermögens, so wie er sich am 1. Julius 1843 ergab, anher ge- fälligst mitgetheilt. Es handelt sich nun darum, einen neuen mit dem Jahre 1848 zu schließenden Ausweis über den Stand des Fideicommiss-Vermögens am 1. Januar 1849 mit Berücksichtigung der seit 1. Julius 1843 etwa eingetre- tenen Veränderungen in den Fonds Capitalien, Eingang und Verwendung der behobenen Interessen und so fort abfassen zu lassen. Was den zweiten, in der neuesten allerhöchsten Resolution berührten Punkt betrifft, so dürfte die k. k. Patrimonial-, Fideicommiss-, Familien- und Avitical-Güter-Direction berufen sein, hierzu von Euer Wohlgeboren aufgefor- dert, die abgeforderten Auskünfte authentisch und vollständig zu liefern. Wien den 28. December 1848.“934 Bereits am 20. Jänner 1849 vermeldet die Fondskassen-Liquidatur, dass das Fideikommiss mit Stichtag 1. Jänner 1849 aus den beiden 1827 und 1834 angekauften Herrschaften St. Leonhard am Forst und Wolfpassing (An- kaufspreise 181.400 fl. u. 150.000 fl. C.M.), öffentlichen Staatsanleihen im Gesamtwert von 751.000 fl. und einer Barschaft von 27.206 fl. 38 kr. C.M. bestehe. Unter Berufung auf einen Befehl Kaiser Ferdinands vom 26. Juni 1847, demzufolge „nach Berichtigung der auf dem Fideicommiss lastenden 934 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Kt. 27, Fasz. „Falkenstein“, fol. 219r–220v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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