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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 301 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 301 Renten zu geschehen, bis Ich nicht etwa eine andere Verfügung zu treffen finde. Ich werde Ihnen von Zeit zu Zeit bekannt geben, welche Summen von den für Meine Rechnung in Empfang genommenen Geldern Ich an Mich zu ziehen wünsche. Bei diesem Anlaße spreche Ich Ihnen wiederholt Meinen Dank und Meine vollste Zufriedenheit für die Mir geleisteten Dienste aus. Prag, am 14ten Februar 1852 Ferdinand“975 Dass die Auseinandersetzung des franziszeischen Nachlasses nicht einfach zu bewerkstelligen war, zeigt alleine schon die Dauer der damit einherge- gangenen Verwaltungsarbeiten. Aber auch eine übersichtliche Darstellung der Einkünfte scheint für die damit befassten Beamten eine Herausforde- rung gewesen zu sein. Als Kaiser Ferdinand etwa im Mai 1852 der Ausweis „über die Vertheilung der im Jahr 1851 abgefallenen Früchte der Erbschaft“ vorgelegt wird, lässt dieser die Fondskassen-Direktion über seinen neuen Obersthofmeister Bombelles auffordern, künftighin „eine einfachere, auch dem Laien leicht verständliche Darstellung“ zu wählen. Weiters sei es der Wille Ihrer Majestäten, „daß über alle Einnahmen und Ausgaben, welche zu erwarten sind, ein ge- nauer Voranschlag verfaßt, und sich innerhalb der Grenzen desselben gehal- ten werde, weil nur auf diese Weise eine geregelte Gebarung möglich ist. Dazu aber ist es nöthig, alle Auslagen im Voraus zu kennen […]. Ich halte es für meine strenge Pflicht, in alle Geschäfte Seiner Majestät eine solche Klarheit und Uibersicht zu bringen, daß es nicht nur mir, sondern jedem, der auf mei- nen Posten steht, jeden Augenblick leicht möglich ist, Ihren Majestaeten die gewünschten Auskünfte zu geben und die Oberleitung über Alles zu führen“.976 Die Erhebung der geforderten Information – vor allem bezüglich der Aus- gaben – stellt den ersten dokumentierten Sachverhalt dar, weswegen sich Bombelles nach der Abdankung Ferdinands an Bibliotheksvorsteher Khloy- ber wenden wird, was zugleich den Beginn meiner Ausführungen zur Finan- zierung der Fideikommissbibliothek in der Ära Khloyber markiert. 975 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Kt. 11, Fasz. „Ausgleichung der Privatkassen“, 3/1852. Schreiben vom 14.02.1852. 976 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Kt. 11, Fasz. „Ausgleichung der Privatkassen“, 18/1852. Schreiben vom 04.07.1852. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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