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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 306 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN306 würden. Nach kaiserlicher Willensmeinung sei überdies darauf zu achten, dass der Gesamtaufwand für die Fideikommissbibliothek den Betrag von 12.000 fl. C.M. jährlich nicht übersteige. Hinsichtlich der Nachreichung der fehlenden Rechenschaftsberichte für die vergangenen Jahre kommt Bombel- les nicht umhin etwas zynisch zu bemerken: „Daß Sie [Khloyber] die Rechnungen für die Jahre 1848 bis 1852 im Monate Jänner 1853 vorlegen werden, nehme ich zur Wissenschaft, wenn Sie es nicht selbst wünschenswerth finden sollten, die ohne Zweifel schon längst geord- neten Rechnungen für die Jahre 1848 bis einschließlig [sic] 1851 sogleich zur allerhöchsten Genehmigung einzusenden, und durch die Ertheilung derselben schon jetzt jeder Verantwortlichkeit enthoben zu werden“.988 Von dieser Kritik beschämt oder angespornt, legt Khloyber bereits Anfang Dezember 1852 die Rechnungsjournale der Jahre 1848 bis 1851 samt Be- legsammlung vor. Den Gesamteinnahmen dieser vier Jahre von 20.706 fl. 18 kr. C.M.989 würden Ausgaben in der Höhe von 14.851 fl. 15 kr. C.M. ge- genüberstehen, weshalb zu Beginn des laufenden Jahres 1852 ein Kassa- guthaben von 5.855 fl. 5 kr. C.M. zur weiteren Verwendung zur Verfügung stand.990 Am 17. Februar 1853 antwortet Bombelles auf diese Eingabe. Da Khloyber sich bei den Ausgaben der Jahre 1848 und 1850 im Kreuzerbereich verrechnet hatte und diese summa summarum somit 14.851 fl. 41 kr. aus- machten,991 ist das tatsächliche Kassaguthaben mit nur 5.854 fl. 37 kr. C.M. zu beziffern. Neben seinem „Absolutorium“ habe Kaiser Ferdinand überdies angemerkt, „daß ein so bedeutender Kassarest als Sie von einem Jahre in das andere übertragen haben, um so weniger die regelmässige Behebung der Monats-Dotazion nöthig gemacht habe, als Sie etwa nöthige größere Beträge jeden Tag bei der Allerhöchsten Privatkasse hätten beheben kön- nen“. Ferdinand habe deshalb verfügt, dass die Auszahlung der Dotation so lange zu unterbleiben habe, bis der in seinen Händen befindliche Kassen- rest verbraucht ist. Damit Khloyber nun nicht auf den Gedanken verfällt, das Guthaben mit geldverprassenden Projekten nach eigenem Ermessen zu verbrauchen, ruft Bombelles in Erinnerung, „daß außerordentliche Anschaf- fungen oder Verwendungen mir früher zur Einholung der Allerhöchsten Ge- 988 Ebenda, fol. 5v. 989 Kassaguthaben des Jahres 1847 von 841 fl. 46 kr., 4x die Jahresdotation von 4.800 fl., 664 fl. 32 kr. a.o. Zuschuss vom 27.05.1848. 990 FKBA26018, fol. 13r–22v. 991 1848 2.897 fl. 4 kr. (Khloyber 2.896 fl. 54 kr.), 1850 2.528 fl. 18 kr. (Khloyber 2.528 fl. 02 kr.), vgl. die Bleistiftkorrekturen in FKBJ1848–1849 u. FKBJ1850–1851. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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