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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 307 -
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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 307 nehmigung anzuzeigen sind“. Schlussendlich wird der Bibliotheksvorsteher aufgefordert, den Rechenschaftsbericht für das Jahr 1852 demnächst vorzu- legen.992 Khloyber macht daraufhin den nicht mehr schriftlich erhaltenen, aber aufgrund verschiedener Hinweise in anderen Akten belegten Antrag, einen Betrag von über 4.000 fl. C.M. aus diesem Kassaguthaben für das Umbinden der im Bestand der Fideikommissbibliothek befindlichen Bücher aus dem Nachlass der Erzherzogin Maria Elisabeth, einer Tante Kaiser Franz’ I., verwenden zu dürfen.993 Bombelles sieht sich nicht in der Lage, eine diesbezügliche Entscheidung zu treffen und lässt über den Obersthof- meister Kaiser Franz Josephs, Karl Fürst zu Liechtenstein, einen fachkundi- gen Beamten der Hofbibliothek zu Khloyber entsenden, der den Sachverhalt prüfen und die Notwendigkeit dieser Maßnahme abwägen soll. Im Ankündi- gungsschreiben an Khloyber vom 13. März 1853 wirft Bombelles die Frage auf „ob es nicht besser wäre, dieselben zu veräußern und an deren Stelle neuere Werke anzuschaffen“ und fordert ihn auf, „mit dem Beamten der k. k. Hofbibliothek gemeinschaftlich die Erhebungen zu pflegen“. Es sei für ihn als Obersthofmeister in Prag „eine etwas missliche Aufgabe, die Oberauf- sicht über ein in Wien befindliches Institut zu führen“.994 Khloyber antwortet am 22. März in einer ausführlichen und teilweise retrospektiven Stellung- nahme, die aufgrund ihres Detailreichtum, ihres Informationsgehalts hin- sichtlich bestandserhaltender Maßnahmen und der inhaltlichen Zusammen- setzung der Bibliothek Maria Elisabeths hier zur Gänze abgedruckt wird. „[fol. 3r] Eure Excellenz Hochgeborner Graf [Bombelles]! In Entsprechung Ihrer hohen Aufforderung vom 13. dieses Monats habe ich die Ehre folgendes zu berichten: Gestern war der Custos der k. k. Hofbibliothek Herr Hofrat Eligius Baron Münch-Bellinghausen bei mir, und theilte mir mit schonender Artigkeit den, durch Seine Durchlaucht den Herrn Ersten Oberst- hofmeister erhaltenen Auftrag mit, worauf heute im Verein mit einem Beam- ten995 der Hofbibliothek die betreffenden Erhebungen statt fanden, deren Re- sultat bereits in Ihren Händen seyn dürften. Eure Excellenz! Als ich meinen unmaßgeblichen Antrag stellte, daß es Noth thue die vom Wurmstiche inficirte Elisabethinische Bibliothek umbinden zu lassen, und dazu vielleicht einen Theil der ausgewiesenen Ersparniß verwen- den zu dürfen, ließ ich mich dabei von zwei ganz ähnlichen Vorgängen leiten. 992 FKBA26018, fol. 23r–v. 993 Zur Bibliothek Maria Elisabeths vgl. Huber-Frischeis/Knieling/Valenta, Privatbibliothek, 283–287. 994 FKBA26024, fol. 1–2. 995 Ernst von Birk (1810–1891). Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918