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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 312 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN312 kasse damit geneigtest zu beauftragen; bei welcher in Zukunft die von hieraus vidirten Noten und Conti – versteht sich innerhalb der Begränzung welche die oberwähnte Eröffnung vom 7. November 1852 andeutet – von den Partheyen zur Zahlung zu präsentiren kämen. Nur eine Art von Handkassa zur Bestreitung von currenten kleineren Aus- gaben (worüber ich die betreffenden Ansätze unter Einem im nächsten Juli übersichtlich vorlegen würde) wäre für den diesseitigen Dienst wünschens- werth. Im Gewährungsfalle dieser meiner unmaßgeblichen Proposition bin ich mir es selbst schuldig Euer Excellenz um die gütige Vermittlung zu ersuchen, daß die etwa in dieser Angelegenheit erfliessende Weisung an die [fol. 9v] kai- serliche Cassa Oberdirektion dieses meines heute gestellten ehrfurchtsvollen Ansuchens Erwähnung mache. Schon mein Amtsvorfahr [Peter Thomas Young] soll einst um eine ähnli- che Verfügung bei wailand Seiner Majestät [Kaiser Franz] mündlich, jedoch vergebens angesucht haben. Der selige Hofrat Young meinte, es mochte ver- muthlich nicht der Absicht des Kaisers entsprochen haben der Neugierde und vielleicht den Besprechungen der jüngeren Beamtenwelt gleichsam rechen- schaftlich vorzulegen, was ihr hoher Herr heuer zu lesen oder nicht zu lesen; zu kaufen oder nicht zu kaufen beliebt habe. Alle diese zarten Rücksichten fallen bei der gegenwärtigen Stellung der Allerhöchsten Fideicommiss Biblio- thek weg.1005 Endlich erlaube ich mir anzufügen, daß ich den, blos aus einem Bande be- stehenden Katalog über die Bibliothek der höchstseligen Frau Erzherzogin Maria Elisabeth in jedem Augenblicke der Allerhöchsten Einsicht unterbrei- ten kann. Wien, den 22ten März 1853 Khloyber“1006 In einem undatierten Schriftstück– vermutlich eine ältere Konzeptfassung des soeben zitierten Berichts, deren Inhalt nicht in die Reinschrift mit aufge- nommen wurde – rechtfertigt sich Khloyber zum einen für die bisher geübte Praxis der monatlichen Dotationsbehebung und zum anderen für das suk- zessive entstandene, ansehnliche Kassaguthaben. 1005 Im Konzept zu diesem Bericht FKBA26023, fol. 1v lautet dieser Satz etwas ausführlicher: „Da nun jetzt diese zarten Rücksichten nicht mehr obwalten, die erfreuliche unmittelbare Stellung der Bibliothek in welcher sie beinahe durch ein halbes Jahrhundert zu ihrem erhabenen Herrn gestanden hat, aufhört, so benütze ich diesen Umstand mich an Eure Excellenz mit dem Ansuchen zu wenden, es geneigtest vermitteln zu wollen, daß der ober- wähnte Young’sche Antrag zur erwünschten Geltung kommen dürfe.“ 1006 FKBA26024, fol. 3r–9v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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