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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 317 -
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Seite - 317 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 317 haben auf 5.647 fl. 16 kr. leicht gesunken. Kaiser Ferdinand genehmigt das Ansuchen des Bibliotheksvorstehers, wonach dieser Restbetrag an die ferdi- nandeische Privatkasse in Wien zurückgegeben und damit die monatliche Dotation von 400 fl. wieder abrufbar gemacht wird.1012 Khloybers weiterer Antrag, die Rechnungsführung mit Anfang Juli abzugeben, wird von Bom- belles unterstützt. Hinsichtlich der Widmung eines großen Teils des Kassa- guthabens zur Umbindung der Elisabethanischen Werke meint der ferdin- andeische Obersthofmeister, gestützt auf Birks Gutachten: „Ich bin jedoch von der Schwere der Verantwortung gegen meinen allergnä- digsten Herrn zu sehr erfüllt und stets gewohnt meine Pflichten streng zu nehmen, als daß ich mir erlauben sollte, ohne weiters auf die Genehmigung bedeutender Auslagen einzurathen, wenn dieselben nicht absolut notwendig sind. Sie werden mir einräumen, daß eine Auslage von mehr als 4.000 fl. für den Einband beschädigter oder broschirter Bücher, die von geringem Werthe sind, so daß, wie Sie angeben, selbst Seine Majestät der höchstselige Kaiser Franz an ihre Vertilgung dachte, nicht angezeigt ist, und ich ersuche Sie, diese Bücher in elegante Steifbände mit Titel binden zu lassen und die Arbeit auf mehrere Jahre zu vertheilen, so daß die Kosten aus der laufenden Dota- zion können bestritten werden. Dadurch soll jedoch nicht gesagt werden, daß werthvolle Werke oder Fortsetzungen solcher, deren Einband auf eine schö- nere Art bereits begonnen hat, nicht auch eine dem allerhöchsten Besitzer würdige Weise sollen gebunden werden.“1013 Am 7. April wird das Kassaguthaben von einem Bibliotheksbeamten bei Fondskassen-Direktor Karl von Scharff abgeliefert. Im Begleitschreiben rechtfertigt Khloyber die Geldakkumulation diesmal mit der „Abwesen- heit des Allerdurchlauchtigsten Fideikommiss-Inhabers im Verlaufe dieser Jahre“ und bittet sogleich darum, die Dotationsraten für März und April 1853 ausbezahlt zu bekommen.1014 Am 29. Oktober 1853 erstattet Khloyber über das erste Halbjahr (Semes- ter) 1853 – das ja noch nach den herkömmlichen Modalitäten abgerechnet wird – Bericht. Er habe die Dotationsraten bis Juni behoben (2.400 fl.) und damit Rechnungen bis Ende September beglichen (2.061 fl. 58 kr.). Das für diesen Zeitraum geführte Journal samt einem summarischen Ausweis wird anliegend übermittelt (das Journal fehlt heute noch im Archivbestand und 1012 Vgl. dazu Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, Hauptbücher der Privatkasse Ferdinands Nr. 1488 (Jg. 1853) pag. 42a–b. 1013 FKBA26028, fol. 1v–2r, vgl. auch den summarischen Ausweis für 1852 FKBA26032. 1014 Ebenda, fol. 3r–v, vgl. auch FKBJ1852, Notizen nach der Summierung bzw. FKBR1853/1. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918