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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 318 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN318 befindet sich eventuell in Prag).1015 Der Rest (338 fl. 2 kr.) würde zur Be- zahlung künftiger Rechnungen verbraucht werden. Die Dotation für das zweite Halbjahr habe er vorerst nicht angefordert, da von kaiserlicher Seite noch nicht entschieden worden sei, ob weiter wie bisher verfahren werden soll, oder Khloybers Vorschlag angenommen wird, die Rechnungen künf- tighin „bei der Allerhöchsten Fonds Cassen Direction zur Zahlung zu prä- sentiren“. Würde letztgenannte Abwicklungsart anbefohlen, so bittet sich Khloyber durch die damit verbundene Einstellung der Dotationsauszahlung eine kleine Handkasse mit einem jährlichen Budget von mindestens 800 fl. (zahlbar in Monatsraten) aus, „um damit currente oft unvermuthete augen- blickliche Ausgaben gegen Verrechnung begleichen zu können“. Darunter subsummiert er die Monatsgelder für Zimmerputzer, „Extraweiber“ und Zei- tungsträger, die Frachtspesen und Neujahrsgeschenke sowie die Kosten für Büromaterial und Papier zum Aufziehen der Porträtstiche. Des Weiteren sei zumindest die Abteilung der regierenden Häuser der Porträtsammlung mit neuerschienenen Bildnissen weiterhin zu komplettieren respektive zu er- gänzen, wobei rücksichtlich der besonderen Intention des Sammlungsgrün- ders Kaiser Franz natürlich spezielles Augenmerk auf die Unterabteilung „österreichisches Kaiserhaus“ zu legen wäre. Mit diesem Budget könnten etwa seltene, interessante und oft leicht vergriffene oder gar nur für den Pri- vatgebrauch bestimmte Blätter, wenn sie irgendwo plötzlich (und günstig) zum Kauf angeboten würden, schnell akquiriert werden. „Auf diese Art hatte ich vor 10 Jahren den im Handel sonst nicht leicht vorkommenden interes- santen Kupferstich le Congrès de Vienne nach Isabey – wovon ein Exemplar zu 40 bis 60 fl. C.M. bezahlt wird – eines Nachmittags zufällig bei einem Antiquar gefunden und um 8 fl. gekauft. Des anderen Morgens waren aber auch die übrigen wenigen Exemplare davon nicht mehr zu haben“.1016 Bombelles befiehlt am 18. Dezember 1853 die Fortführung der Geldge- schäfte nach der bisherigen Weise bis zum Ende des Jahres 1853. Erst mit Jänner 1854 habe die Bezahlung der Buchhändlerrechnungen über die ferdi- nandeische Privatkasse in Wien zu erfolgen, zu welchem Zweck die auf Rich- tigkeit überprüften Rechnungen mit einem handschriftlichen Vermerk1017 des Bibliotheksvorstehers an den Fondskassen-Direktor Karl von Scharff weiterzugeben seien. Dabei sei weiterhin darauf zu achten, dass nicht mehr verausgabt werde als im Voranschlag für das betreffende Jahr vorgesehen 1015 FKBA26027. Akt enthält auch den summarischen Ausweis für die zweite Jahreshälfte. Zum Fehlen des Journals für 1853 siehe auch das Titelschild von FKBJ1854–1855. 1016 FKBA26025. 1017 „Die aufgeführten Gegenstände wurden richtig abgeliefert und ist der dafür entfallende Betrag von – fl. – Xer bei der allerhöchsten Privatkasse in Wien zahlbar. N.N.“ Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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