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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN322 nen Barschaft von 86 fl. 16 × die Rechnungsrichtigkeit hergestellt“.1034 Auf Grundlage des Wiener Münzvertrages von 1858 und der Umstellung auf ös- terreichische Währung (österr. Gulden) hatte sich in der Zwischenzeit die 1854 eingeführte Dotation für Handauslagen von jährlich 800 fl. (Monats- rate 66 fl. 40 kr.) ab dem Jahr 1859 auf 840 fl. (Monatsrate 70 fl.) erhöht.1035 5.10.4 Ära Becker Der Amtsantritt Moritz Alois von Beckers ist mit einem ungeheuren Inno- vationsschub verbunden. Sein Arbeitsprogramm vom 26. September 1870 zeugt in eindrucksvoller Weise davon. Zwei der vielen dort angesprochenen Aspekte haben auch direkten Einfluss auf die Finanzen. Der erste fokussiert auf die Problematik, dass die Bibliotheksdotation ja nur für die Fideikom- missbibliothek und nebenbei vielleicht noch für die Privatbibliothek Ferdi- nands zweckgewidmet war, weshalb man für Ankäufe der Privatbibliothek Franz Josephs stets seine Privatkasse bemühen musste, um Rechnungen bezahlen oder ausgelegte Beträge refundieren zu lassen. Im Mai 1860 bei- spielsweise bittet der Geschäftsführer der Schrag’schen Buchhandlung in Leipzig, Albert Gustav Hoffmann, die (franzisco-josephinische) Privatbiblio- thek möge ein Exemplar des von ihm verlegten Werkes „Das Kriegswesen des heiligen römischen Reiches deutscher Nation unter Maximilian I. und Carl V.“1036 ankaufen. Obwohl (damals noch) Khloyber sofort darauf auf- merksam macht, dass die Fideikommissbibliothek das Werk bereits besitze und man somit eine Dublette hätte, gestattet Franz Joseph den Erwerb. Der von Hoffmann sodann gestellten Antrag, „den ganzen Reinertrag des fragli- chen Werkes unter gewissen Bedingungen den im vorjährigen italienischen Feldzuge verstümmelten oesterreichischen Kriegern widmen zu dürfen“ wird vom Kaiser allerdings abgewiesen und der doppelte Ladenpreis (21 Ta- ler) aus der Privatkasse Franz Josephs an Hoffmann ausbezahlt.1037 Im Juni 1869 erhält Skriptor Georg Thaa als interimistischer Leiter den Auftrag, für die Privatbibliothek Franz Josephs ein Exemplar des von Amato Amati verfassten und von Francesco Vallardi in Mailand herausgegebenen Werks „L’Italia sotto l‘aspetto fisico, militare, storico, letterario, artistico e statistico […]“ zu pränumerieren. Im Dezember 1870 wird die erste Tranche geliefert und mit 615 Francs in Rechnung gestellt. Im entsprechenden Vortag Beckers 1034 FKBA26125. 1035 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF Ä.R., Rechnungsbücher (Ex-) Kaiser Ferdinand 1859 (= Nr. 1494), pag. 43. 1036 FERD 379. 1037 FKBA26066. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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