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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 324 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN324 Anfang März 1871 reicht Becker seinen ersten Rechenschaftsbericht über die Dotation für Handauslagen der Fideikommissbibliothek (jährlich 840 fl.) für den Zeitraum seit der Übernahme der Kassaführung (29. Oktober 1869) bis Ende 1870 ein. Die verzögerte Fertigstellung begründet er mit der Er- krankung und dem plötzlichen Tod des Offizialen Josef Thaa am 15. Februar 1871, der mit der Zusammenstellung und Ausfertigung der Abrechnung be- traut gewesen war.1044 Anstelle einer Neubesetzung der vakanten Offizialen- stelle wird der pensionierte Statthaltereirat Friedrich Swieceny als Hilfs- arbeiter zu einem monatlichen Gehalt von 50 fl. ö.W. aus der Privatkasse Ferdinands vorübergehend einstellt. Zu diesem Zweck wird die Dotation für Handauslagen um diesen Betrag auf monatlich 120 fl. erhöht (jährlich 1.440 fl.).1045 Sonderbarerweise fehlen für die ersten Dienstjahre Beckers sämtliche Rechnungsbelege. Dass sie dem Bibliotheksvorsteher nach einer Überprüfung „zum weiteren beliebigen Amtsgebrauch“ retourniert worden waren, bezeugt ein Schreiben des Fondskassen-Direktors Carl Seifert.1046 Zu Beginn des Jahres 1872 macht Becker in seinem Jahresbericht auf Einsparungspotential bei den Buchankäufen aufmerksam. „Endlich glaubte ich der Bibliothek noch ein leicht erreichbares und ganz füg- liches Ersparungsmittel zuwenden zu sollen, welches bis jetzt nicht benützt wurde. Von dem Geldbetrage, den jeder Buchhändler für die von ihm geliefer- ten Bücher an der Kassa nach Jahresschluss empfängt, wird von ihm ein Rab- bat [sic] von 10 % in Anspruch genommen, den er an die Bibliothek abliefert und der unter abgesondert geführter Rechnung bestimmt ist, auf Erneuerung defecter Einbände und auf den Einband nachgelieferter Ergänzungen defecter Werke verwendet zu werden.“1047 Die hier angesprochene, offenbar bedeutende Menge unvollständiger Werke und defekter Einbände war wohl im Zuge der Arbeiten für den gedruckten Katalog zutage getreten. Ob Becker den Rabatt ausverhandeln konnte, oder ob ihn die Hauptlieferanten freiwillig gewährten, ist unklar. Die etwas miss- verständliche Formulierung würde auch den Rückschluss zulassen, dass die Buchhändler bereits zuvor Nachlass gewährt hatten und dieser der aus- bezahlenden ferdinandeischen Privatkasse in Wien zugutekam. Nach dem neuen Modus, den Nachlass in bar direkt an die Bibliotheksleitung abzulie- 1044 FKBA27006. 1045 FKBA27016. Zur Anstellung Swiecenys siehe FKBA27008. 1046 FKBA27055. 1047 FKBA27032, fol. 1v–2r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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