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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 400 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN400 Aufregung, was zur Folge hatte, dass er sich gegen die beiden Abgeordne- ten nichts weniger als entgegenkommend benahm, ihnen einige vom Wurm angefressene Bücher als Beleg seiner Angaben vorwies, aber die aufgehäuf- ten Vorräthe von ungebundenen und incompletten Werken gar nicht zeigte. Dadurch wurden die Mitglieder der Commission irregeführt und mußten zu der Ansicht gelangen, dass seine Forderungen bezüglich [pag. 10] der Ver- wendung jenes Cassarestes übertreiben seien. Dass sie aber von dem in der Bibliothek bestehenden Vorrathe ungebundener und incompletter Bücher keine Kenntnis hatten, erhellt [sich] unzweifelhaft aus dem Umstande, dass in der schließlichen Erledigung über die Angelegenheit darüber keine Ver- fügung getroffen wurde, was doch im Interesse der Sammlung hätte gesche- hen, und von fachmännischer Seite beantragt werden müßen, zumal wo das Geld dafür schon angewiesen und bei der Cassa in Ausgabe gestellt war. Es bezeichnet einen seltsamen Conflict persönlicher Gereiztheit mit den Pflich- ten seiner Stellung, dass Hr. v. Khloyber es in diesem Falle nicht über sich brachte, die thatsächlichen Bedürfnisse der ihm anvertrauten Bibliothek in einer allerunterthänigsten Vorstellung zu wahren, und mit aller Kraft dafür einzustehen, dass die nöthigen Geldmittel zum Einband und zur Complet- tierung jener rückständigen Werke geboten werden. Anstatt dessen verhielt er sich in Bezug auf diese Angelegenheit vollkommen passiv und ließ die Rückstände an ungebundenen und incompletten Werken nach wie vor an- wachsen. Ob damit den Pflichten seiner Stellung als Vorstand der Bibliothek entsprochen und seinem Nachfolger eine wünschenswerte Verlassenschaft überantwortet wurde, überlasse ich der allergnädigsten geneigten Erwä- gung. Von meinem Standpuncte muß die Ordnung die[pag. 11]ser Angelegenheit als unbedingt nothwendig, ja95 als eine unerlässliche96 Bedingung zur gere- gelten Fortführung der Bibliothek erkannt werden. Wenn die Kosten, die der Einband der angeführten Rückstände selbst bei den bescheidensten Ansprüchen auf Ausstattung in Anspruch nimmt, aus den laufenden Mitteln bestritten werden, so bleibt der Bibliothek für einige Jahre nichts, um im Bücherankauf auch nur das dringendste zu leisten. Ich habe vorläufig die Completierung der unvollständigen Werke zu meiner Auf- gabe gemacht und der gute Erfolg in einzelnen Fällen, der sich schon ge- zeigt hat, gibt mir die Hoffnung, dass die Mühe in dieser Richtung nicht ganz fruchtlos sein werde. Diese Completierung wird nach meiner Voraussicht ne- ben dem Bücherankauf aus den laufenden Mitteln der Bibliothek bestritten werden können, während für den Einband und die Adjustierung der von mir 95 Korrigiert von „und“. 96 „unerlässliche“ nachträglich mit Bleitstift eingefügt. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Bibliothek
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