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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 404 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN404 Ankauf von Büchern. Ich habe mir oben erlaubt die verschiedenen Zweige der Literatur zu be- zeichnen, die in der k k Familienfideicommissbibliothek vertreten sind. Ein leitendes Princip in Bezug auf die Richtung, welche die Bibliothek zu ver- folgen hat, scheint bei der Gründung nicht vorgeschwebt zu haben. Zu dem, was ursprünglich aus verschiedenen Zweigen vorhanden war – und hier sind zunächst naturwissenschaftliche Werke, namentlich botanische109, größere Reisewerke110 und die alten Classiker111 hervorzuheben – kamen später zu verschiedenen Zeiten vier größere Nachschübe, nämlich: 1810 durch Erb- schaft von der Tante Seiner Majestät des Kaisers Franz I., Frau Erzherzo- gin Maria Elisabet [sic] in Inspruck [sic] 2172 Nummern schöne Literatur des 18. Jahrhunderts und Erbauungsbücher – 1819 durch Ankauf der Bi- bliothek des Reichshofrathes Frh. v. Frank 5827 Nummern ausschließlich juridis-politischen [sic] Inhalts mit Bezug auf die Verhältnisse des deutschen Reiches; –1824 durch Ankauf der Bibliothek des k k Vicepraesidenten Frei- herrn von Ulm an 600 Nummern Incunabeln d. I. Druckwerke aus [pag. 18] den ersten fünfzig Jahren des Buchdruckes ; –- endlich 1828 durch Ankauf der Lavaterschen Sammlung aus der Verlassenschaft des Grafen Fries, 887 Portefeuilles mit 22100 Kunstblättern und Handzeichnungen. Die Erweiterung und Vermehrung der Bibliothek geschah bis zum Tode des Kaisers Franz I. zum größten Theile unter unmittelbarem Einflusse Sei- ner Majestät, von allerhöchstwelchem entweder die Bücher selbst gespendet oder die Weisung zum Ankauf ertheilt wurde. Später erfolgte der Ankauf von Büchern unmittelbar vom Vorstande nach seinem Ermessen und unter sei- ner Verantwortlichkeit, wobei derselbe an eine für jedes Jahr praeliminierte Summe gebunden war112. In der Wahl der anzukaufenden Bücher wurde er, so weit ich dies aus der mir gewordenen Übersicht entnehmen kann, zunächst durch die aus dem Bestande der Bibliothek überhaupt fließenden Bedürfnisse bestimmt, indem er sichs [sic] anliegen ließ, in den bereits vertretenen Fächern nach Mög- lichkeit weiter zu bauen; wo sich eine wesentliche Lücke fand113, diese ent- sprechend auszufüllen und – was bei dieser Bibliothek als ein bezeichnendes Merkmal hervorzuheben sein dürfte – die auf Österreich bezügliche und für die Culturentwicklung der unter der kaiserlichen Dynastie stehenden Län- 109 Unterstreichung mit rotem Buntstift, zuvor bereits von Becker mit Tinte unterstrichen. 110 Unterstreichung mit rotem Buntstift, zuvor bereits von Becker mit Tinte unterstrichen. 111 Unterstreichung mit rotem Buntstift, zuvor bereits von Becker mit Tinte unterstrichen. 112 Unterstreichung mit Bleistift. 113 Unterstreichung mit Bleistift. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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