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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 410 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN410 sten Erscheinungen auf diesem Gebiete mit Auswahl in Betracht zu ziehen. Allein zur Ausfüllung einer Lücke von dreißig Jahren reichen, auch wenn man nur das nothwendigste anstrebt, die laufenden Mittel nicht hin; auch müßte hier, da vieles von dem, was am meisten in Betracht kommt, nicht mehr im Buchhandel ist, die Gelegenheit wahrgenommen werden, bei Bü- cherauctionen und durch Antiquare zu wirken, was mir erst dann mit Erfolg erreichbar schiene, wenn ich die Gewissheit hätte, das [sic] Seine Majestät eine intensivere Pflege des Jagd- und Forstfaches überhaupt genehmhälten [sic]. Dann wäre es aber auch nöthig, dass mir ein vollständiges Verzeichnis jener Bücher über Jagd- und Forstwesen mitgetheilt würde, welche bereits im Besitz Seiner Majestät sind, aber bisher noch nicht an die allerhöchste Privatbibliothek abgegeben wurden. Die Incunabeln der Fideicommissbibliothek Die vorhandenen Incunabeln gehören alle einer Sammlung an, die auf Be- fehl Seiner Majestät weiland des Kaisers Franz I im Jahre 1824 vom dama- ligen Vicepraesidenten Freiherrn von Ulm angekauft wurde. Sie enthält in ihren 600 Nummern manches sehr wertvolle [sic], namentlich an Bibelwer- ken und zwei Exemplare „Theuerdank“, von denen das eine mit colorierten Bildern von Kennern besonders geschätzt wird. Die Sammlung wurde seit ihrem Ankauf nicht vermehrt. Nur ließ der Bibliotheksvorstand Hofrath Young einige Originaleinbände, die besonders schadhaft waren, [pag. 28] durch neue ersetzen. Die Kartensammlung So viel ich aus der Zusammenstellung der ältern Atlanten und Kartenwerke, welche die Bibliothek besitzt, entnehmen konnte, war die Sammlung ur- sprünglich auf einen großen Umfang berechnet, da sie sich – insbesondere in österreichischen Blättern – auf Karten einzelner kleiner Gebietstheile und auf die Situationspläne von Städten erstreckt. Aus den Acten der Bibliothek ersehe ich, dass weiland Seine Majestät Kaiser Franz I diesen Theil der Bib- liothek besonders gepflegt, aber auch in ausgedehntem Maße benützt hat. In den Feldzügen 1805, 1809 und 1813 so wie auf den zahlreichen Reisen des Monarchen in den Provinzen waren die Karten der Bibliothek im Gebrauch und wurden nach Weisung an das Hoflager abgegeben. Die wertvollsten aus- ländischen Erzeugnisse der Kartographie, welche die Bibliothek besitzt, sind Gaben Seiner Majestät vom Jahre 1814 während des Zuges gegen Paris und des dortigen Aufenthaltes. In neuerer Zeit – insbesondere seit dem Hintritt Seiner Majestät des ge- nannten Kaisers – wurde der Kartenliteratur nicht mehr die gleiche Sorg- Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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