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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 419 -
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Seite - 419 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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ANHANG 419 hauses in vorzüglich ausreichender Weise vertreten134 sind.135 Leider kann ich das mit Rücksicht auf die Amtsperiode meines Vorgängers nicht sagen136. Die Sorgfalt für das Zustandebringen von Porträten der Mitglieder des al- lerhöchsten Kaiserhauses, welche bis zum Tode Seiner Majestät des Kaisers Franz mit pietätvoller Genauigkeit geübt wurde, ließ in der spätern [sic] Zeit allmählich nach und reduziert sich seit dem Regierungsantritt [pag. 44] Sei- ner Majestät unsers allergnädigsten Kaisers auf eine sehr geringe Zahl von angekauften Bildern ohne Wahl und leitenden Gedanken.137 Ich halte es für eine Gewissenspflicht auf diesen Umstand aufmerksam zu machen und alles anzuwenden, damit die empfindliche Lücke sobald als möglich ausgefüllt werde. Auch hier scheint mir zu einer erfolgreichen Thätigkeit die huldreiche Unterstützung Seiner Majestät unmittelbar er- forderlich. Wenn man nämlich die historische Bedeutung dabei in Betracht zieht, so ist der Sammlung mit Porträten Seiner Majestät des Kaisers, Ihrer Majestät der Kaiserin und Ihrer Hoheiten der kaiserlichen Kinder, so wie sie der Kunsthandel auf den Markt bringt, oder wie sie als Illustrationen von Zeitschriften und Monographien geliefert werden, in der Regel nur no- thdürftig gedient. Man muß sich eben mit dem minderguten und unzuver- lässigen bescheiden, wenn das bessere und verlässlichere nicht zu erreichen ist. Einen historischen Wert könnte man nur solchen Porträten beimessen, die entweder unmittelbar nach der Natur aufgenommen, oder nach solchen Originalien copiert sind, wobei nicht nur der Kupferstich und Steindruck, sondern vornehmlich die Photographie in Betracht zu ziehen wäre, weil sich mit derselben das Bild in jeder Lebensperiode und in jeder Situation leicht fixieren lässt. So weit meine Kenntnis reicht, sind von den Porträten, [pag. 45] die ins- besondere von Seiner Majestät dem Kaiser, Ihrer Majestät der Kaiserin und Ihren Hoheiten den kaiserlichen Kindern nach der Natur aufgenommen wurden, nur wenige durch den Grabstichel oder den Steindruck verfielfältigt [sic] worden. Die übrigen, entweder gar nicht oder in einer sehr beschränk- ten Anzahl von Photographien vervielfältigt, sind für Sammlungen une- reichbar [sic]. Und doch wäre gerade die Porträtsammlung der kaiserlichen Familienbibliothek der geeignete Ort, wo solche Bilder um des historischen Interesses willen wenigstens in je einem photographischen Abdruck hinter- 134 Mit rotem Buntstift unterstrichen. 135 Die Zeilen dieses Satzes sind halbbrüchig links mit einer, mit Bleistift ausgeführten ge- schwungenen Klammer verbunden. 136 Korrigiert von „bestätigen“. 137 „Seiner Majestät […] Gedanken“ halbbrüchig links mit einer, mit Bleistift ausgeführten geschwungenen Klammer verbunden. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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