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ANHANG 423
handenen nicht gebundenen Bücher einen anständigen Einband, die mit
schöner und leicht zu schädigender Ausstattung vorliegenden Widmumgs-
schriften feste und der örtlichen Aufstellung entsprechende Umhüllungen139
erlangen alles das vorgesorgt werde, was sie als solche verlangt und was in
der Bedeutung eines Bibliothekaramtes inbegriffen liegt.
In den von mir übernommenen Amtsacten findet sich nicht eine Spur,
dass dieser Gegenstand je zur Verhandlung gekommen wäre, und der Zu-
stand, in welchem ich die allerhöchste Privatbibliothek vorfand, konnte mir
nicht die Beruhigung geben, dass es so fortgeführt werden soll. Was bisher
zur Ordnung und übersichtlichen Aufstellung der Bibliothek trotz der Un-
gunst des Locales und der ganz ohne Plan hergestellten Vertheilung der Fä-
cher140 geschehen konnte, ist geschehen. dass für diesen Zweck entsprechen-
des wäre gethan worden und dass es so fortgeführt werden soll.
Wol [sic] erkannte ich bald, das [sic] eine planmäßige Anordnung des hier
vorliegenden Materials141 an der Einrichtung des Locales, in welchem sei-
ner Zeit die Kästen ohne Rücksicht auf die vorhandenen Bücher eingestellt
wurden, eine nicht zu besiegende Schwierigkeit finden142 werde, allein ich
glaubte wenigstens für die übersichtliche143 Aufstellung144 vorläufig so viel
thun zu sollen, als unter den bestehenden Verhältnissen möglich ist. Und
das ist nun geschehen. Die Bücher bis auf wenige, deren Format dem für sie
bestimmten Raum widerspricht, sind aufgestellt, die Widmungsschriften in
Fächern mit der Vorsorge unterbracht [sic], dass ihre Ausstattung keinen
Schaden leidet. Allein damit ist noch bei wei[pag. 51]tem nicht das gethan,
was nach meiner Ansicht der Würde des Institutes entspricht, welches den
kaiserlichen Namen führt und zur Aufbewahrung jener Erzeugnisse der
Literatur und Kunst bestimmt ist, welche dem kaiserlichen Herrn als Ge-
schenke überreicht und von allerhöchstdemselben der Annahme gewürdigt
wurden.
Ich halte dafür, dass zunächst, so lange eine würdige Aufstellung durch
die Ungunst der Räumlichkeit verwehrt wird145, wenigstens für den Einband
aller nicht gebundenen Bücher so wie für eine genügende Anzahl von Porte-
feuillen [sic] gesorgt werde müße, worin die Widmungsschriften, nach Jahr-
139 Korrigiert von „Portefeuilles“.
140 „der ganz ohne Plan hergestellten Vertheilung der Fächer“ mit Bleistift unterwellt.
141 Mit blauem Buntstift unterstrichen, „planmäßige Anordnung des“ zusätzlich mit rotem
Buntstift unterstrichen.
142 Mit blauem Buntstift unterstrichen.
143 Mit rotem Buntstift unterstrichen.
144 „übersichtliche Aufstellung“ mit Bleistift unterwellt.
145 Mit blauem Buntstift unterstrichen, „würdige Aufstellung durch“ zusätzlich mit rotem
Buntstift unterstrichen.
Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Metamorphosen einer Sammlung
- Titel
- Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
- Untertitel
- Metamorphosen einer Sammlung
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2021
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-21308-6
- Abmessungen
- 17.4 x 24.5 cm
- Seiten
- 1073
- Kategorien
- Geschichte Chroniken