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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 428 -
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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN428 6.7 Testament Kaiser Ferdinands I. von Österreich (9. Mai 1858) „Im Namen der allerheiligsten Dreifaltigkeit, Gottes des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes erkläre Ich Meinen letzten Willen wie folgt: I. Ich empfehle Meine Seele der Allbarmherzigkeit Gottes und dem Gebete der heiligen römisch katholischen Kirche, deren Lehren Ich in Meinem Le- ben immer treu angehangen bin und der Ich treu sterben will. Mein Körper soll neben Meinen lieben in Gott ruhenden Eltern und Vor- fahren in der Kapuziner-Gruft zu Wien beigesetzt werden, in der Art wie Seine K.K. apostolische Majestät Mein Herr Nachfolger es anordnen wird. Gleich nach Meinem Tode sollen zum Frieden Meiner Seele dreihundert heilige Messen mit einem Meß-Stipendium von zwei Gulden C.M. für jede gelesen werden. Ich bestimme ein zu fünf percent verzinsliches Kapital von achttausend Gulden C.M. dessen Zinsen jährlich vierhundert Gulden C.M. einem Pries- ter, dessen Wahl dem Erzbischofe von Prag zu überlassen ist, ausbezahlt werden sollen, mit der Verpflichtung für die Ruhe Meiner Seele täglich eine stille Messe zu lesen, und zwar dieß in der Kapelle der Hofburg zu Prag, wann in dieser Burg ein Mitglied der kaiserlichen Familie anwesend ist. Der Domkirche in Prag vermache Ich ein Kapital von zwanzigtausend Gulden C.M. und soll von demselben für diese Kirche jener Gebrauch ge- macht werden, welchen das hochwürdige Domkapitel im Einverständniße mit dem Erzbischof am besten findet. II. Zum Universal-Erben Meines ganzen beweglichen und unbeweglichen Vermögens, so wie der Mir noch aus dem Testamente Meines in Gott ru- henden Herrn Vaters zustehenden Rechte ernenne Ich Meinen vielgeliebten Neffen, Seine k. k. apostolische Majestät den Kaiser Franz Joseph, jedoch bestimme Ich nachstehende Legate: A. Soll Meiner Frau Gemahlin der Kaiserin Maria Anna Majestät, deren aufopfernde und treue Liebe Ich zu lohnen außer Stande bin, a. gleich nach Meinem Tode ein für alle Mal der Betrag von zweimalhun- derttausend Gulden C.M. b. eine lebenslängliche Rente jährlicher einmalhundert zwanzig Tausend Gulden C.M. aber vom Tage Meines Ablebens anzufangen in dreimonatli- chen Raten in vorhinein ausgezahlt werden. c. ferner soll Meiner Frau Gemahlin der Betrag von fünfmalhunderttau- send Gulden in fünfperzentigen Obligationen des National-Anlehenes als Ei- genthum übergeben, und d. das Gut Ploschkowitz zum lebenlänglichen Fruchtgenuße überlassen werden, ohne Verpflichtung über die Administration Rechnung zu legen. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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