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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 438 -
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Seite - 438 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM438 lig: 1. Bestandszuwächse; 2. Ausgaben, Dotation, Bilanz; 3. sonstige Gegen- stände. Ab 1894, dem Jahr in dem der erste Kustos Alois Karpf als Leiter der Bibliothek zum ersten Mal für den Jahresabschluss verantwortlich zeich- net, enthält der Verwaltungsbericht nur noch die standardisierten Teile und keine zusätzlichen Angaben. Seit 1898 sind diese auf die Einnahmen-Ausga- ben-Bilanz für Bucheinkäufe und Adjustierungen reduziert. Der Gebarungsbericht Wie ein Ritual gestaltete sich die Übergabe der jährlichen Zuwachsverzeich- nisse, die als nummerierte Nachträge zur Inventur von 1859 im Haus-, Hof- und Staatsarchiv gesammelt wurden. Zunächst erstellte man in der Fidei- kommissbibliothek zwei Verzeichnisse mit den Zuwächsen an gedruckten Büchern, Landkarten, Porträts und Kunstblättern, die beide vom Fideikom- misskurator eingesehen, unterschrieben und danach wieder an die Biblio- thek zurückgegeben wurden. Danach verfasste der Bibliotheksleiter den sogenannten Gebarungsbericht, worin er die Neuzugänge in den einzelnen Beständen numerisch und nach der Art ihres Einganges beschrieb. Von die- ser Darlegung wurden drei Abschriften hergestellt, die zusammen mit den Verzeichnissen und einer tabellarischen Übersicht über die Zuwächse an das Obersthofmarschallamt (die Fideikommissbehörde) übergeben wurden, zunächst auf direktem Amtsweg, ab 1886 über die Generaldirektion. Das Obersthofmarschallamt wiederum teilte sein weiteres Vorgehen in einer als „Ratschlag“ bezeichneten Note mit, die gleichfalls bis 1886 direkt an die Fideikommissbibliothek, danach aber über die Generaldirektion an sie gelei- tet wurde. Der Text dieses Schriftstückes ist vollkommen standardisiert und ändert sich während der hier behandelten fünfunddreissig Jahre kaum. Die Fideikommissbehörde legte in ihm zunächst dar, dass sie dem Kaiser einen „entworfenen Vortrag“ und eine Abschrift des Berichtes und dem Fideikom- misskurator eine „entworfene Anzeige“ vorlegen werde.12 Die Verzeichnisse würden geprüft und zusammen mit einer weiteren Fassung des Berichtes und einer Note an das k. u. k. Ministerium des Äußeren und des kaiserlichen Hauses „zur üblichen Aufbewahrung im k. k. Haus- Hof- und Staatsarchive übergeben“. Die dritte Abschrift des Berichtes und die tabellarische Über- sicht verblieben schließlich im Obersthofmarschallamt. Mit dem Jahr 1898 änderten sich die Usancen der Berichterstattung ein wenig, was anscheinend mit der Neubesetzung des Fideikommisskurators nach dem Tod des Erzherzogs Leopold zusammenhing. Generaldirektor 12 Vgl. FKBA30043, wo die Anzeige an den Fideikommisskurator vom 23.01.1882 enthalten ist. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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