Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 459 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 459 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 459 -

Bild der Seite - 459 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 459 -

BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 459 genommen wurde, davor aber mit Bleistift ergänzt, dass er bereits seit 1. Oktober des Vorjahres als Aushilfsbeamter in dieser tätig ge- wesen war. Wie Zhish man in einem nachgereichten Schreiben an die Ge- neraldirektion beteuert, war diese Zusatzinformation „nach den glaub- würdigen Angaben“ Schnürers er- gänzt worden.89 Die Akten zu seiner ursprünglichen Einstellung müssen also bereits damals gefehlt haben. Schnürers Behauptung über seine Tätigkeit als Aushilfsbeamter lässt sich jedenfalls heute nicht mehr ve- rifizieren.90 Wie bereits zuvor Jureczek so war auch Schnürer Becker „von vertrauenswürdigster Seite“ emp- fohlen worden. Er „übertrug ihm zunächst kleinere Arbeiten bei der Beschreibung der Kunstsammlung und betraute ihn in der Folge neben an- deren laufenden Bibliotheksarbeiten mit der wissenschaftlichen Bearbei- tung der Lavater Sammlung“.91 Am 28. Februar 1887 stieg Schnürer, wie bereits erwähnt, zum dritten Skriptor auf.92 1897 bewarb er sich erfolglos für die Stelle eines Bibliothekars an der Technischen Universität in Wien, wofür er vom damaligen Bibliotheksleiter Karpf mit einem Empfehlungs- schreiben unterstützt wurde.93 Die weiteren Karrieresprünge Schnürers nach der Pensionierung Karpfs im Jahr 1906 wurden bereits erwähnt (vgl. Abschnitt 1.2.1). Franz Schnürer unterschied sich in seiner Persönlichkeit diametral von dem eher introvertierten Alois Karpf: Er war umtriebig, kommunikativ 89 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 534, Z. 2198 ex. 1893: Schreiben Zhishmans an die Generaldirektion v. 15.06.1894. 90 Auch Jenner, Schnürer, 18 u. 23, gibt an, dass Schnürer seit 1884 in der Fideikommissbib- liothek tätig war, jedoch ohne Quellennachweis. Da sie sich sonst stets auf die in BAG er- haltenen, eigenhändigen Lebenserinnerungen Schnürers stützt, hat die Information wohl den gleichen Ursprung. 91 FKBA31077, fol. 24v. 92 FKBA31084. 93 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 535, Z. 597 ex. 1897 und 58 ex. 1898. Abb. 4: Franz Schnürer (1859–1942) Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918