Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 469 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 469 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 469 -

Bild der Seite - 469 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 469 -

BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 469 ter den geschilderten Umständen aber wohl allzu verständlich. Es war nun nur mehr eine Frage der Zeit bzw. der Gelegenheit, bis er eine seinen Quali- fikationen und seinem Niveau angemessene Anstellung finden und aus der Fideikommissbibliothek austreten würde. Denn beides war anscheinend auch von Generaldirektor Chertek gewollt und wurde von diesem gefördert. Ende des Jahres 1904 wandte sich näm- lich Sektionschef Thallóczy an Chertek mit der Mitteilung, „dass Hodinka im zweiten Semester des Jahres 1904/05 als Supplent eines beurlaubten und im Schuljahr 1905/06 in Pension gehenden Professors [an der Rechtsakademie in Pozsony/Preßburg, heute Bratislava] wirken soll“ und dass seine Ernen- nung zum Privatdozenten an der philosophischen Fakultät der Universität Budapest im Gange wäre. Laut Thallóczy hatte Chertek davor „die Güte, mir die Obsorge zu überlassen, alle jene Modalitäten zu fördern, welche geeig- net sind eine anderweitige Verwendung des jetzigen Scriptors Dr. Anton Ho- dinka zu beschleunigen.“ Die „Privatdocentur sammt der [zu] absolvirenden Supplentur bieten dann die Handhabe, dass Dr. Hodinka eventuell schon im September des Jahres 1905 in Pressburg, vorausgesetzt, dass Euer Excel- lenz auch beim Unterrichtsministerium gütigst intervenieren, zum Nachfol- ger des abgehenden Ordinarius ernannt werden könnte.“131 Nach Erlangung der Dozentur war Hodinka verpflichtet, innerhalb von drei Semestern eine zweistündige Vorlesung im Ausmaß von zehn Tagen an der Universität Bud- apest abzuhalten, weswegen er seinem Gesuch auch eine Bewilligung seiner vorgesetzten Behörde wegen Freistellung zu diesem Zweck beilegen musste. Chertek hatte dies bereits Ende April des Jahres 1904 genehmigt.132 Am 10. Juli 1905 meldete Thallóczy, dass Hodinka an der Universität Bu- dapest bereits habilitiert worden war und dass er „für die Professur an der Pressburger Rechtsakademie sowohl von Seite des dortigen Professoren-Col- legiums, wie auch vom Referenten des k. u. Unterrichtsministeriums nicht nur in Aussicht genommen worden [ist], sondern es wurde die Berufung zu- gesagt.“ Die Angelegenheit sollte laut Thallóczy spätestens Ende 1905 er- ledigt sein, je nachdem ob Hodinkas Vorgänger „noch ein Ehren-Semester gestattet wird.“133 Franz von Hawerda-Wehrlandt, Stellvertreter Cherteks in der Generaldirektion, merkte dazu an, dass die „nicht erfolgte Anzeige Hodinka’s über seine Habilitierung […] eine formelle Verletzung des Dienst- verhältnisses“ wäre, wollte dies aber nicht „bei dem h[ier]a[mtlich] vorhan- 131 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 536, Z. 4616 ex. 1904: undatiertes Schreiben Thallóczys an Chertek, präsentiert am 29.11.1904. 132 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 536, Z. 1641 ex. 1904. 133 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 536, Z. 2582 ex. 1905: Schreiben Thallóczys an Chertek vom 10.07.1905. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918