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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 488 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM488 dass aber sein [Merz’] Gesuch um einen solchen Posten in Vormerkung be- halten würde.“198 Als Antal Hodinka aber Anfang Dezember 1906 endgültig aus dem Dienst in der Fideikommissbibliothek ausschied, waren schließlich die Voraussetzungen für die Einstellung eines weiteren Beamten gegeben. Schnürer teilte Merz am 12. Dezember im Auftrag des Generaldirektors mit, dass er „zur einstweiligen Dienstleistung als Hilfsarbeiter mit Hono- rarpauschale monatlicher dreihundert […] Kronen einberufen“ wurde.199 Am 7. Jänner 1907 trat dieser daraufhin seinen Dienst in der Fideikommissbib- liothek an.200 Die Neuregulierung des Personalstatus Nach den Veränderungen im Personal, die sich 1906 ergeben hatten, wurden gegen Ende dieses Jahres der Stand und die Bezüge der Beamten und Die- ner der Fideikommissbibliothek neu reguliert. Das war eine Maßnahme, die schon seit längerem, und zwar bereits vor der Pensionierung Karpfs, geplant war. Denn schon am 4. April 1906 hatte Schnürer, offenbar im Auftrag von Generaldirektor Chertek, eine Denkschrift über die „Neusystemisierung des Beamtenstatus“ verfasst. Einen guten Monat später, am 15. Mai, wurde in der Generaldirektion ein umfangreiches „Exposé“ erarbeitet, in dem die ge- schichtlichen und rechtlichen Grundlagen der Fideikommissbibliothek sowie ihre Finanzierung, Administration und Funktion erläutert werden. Diese beiden Dokumente zeigen ebenso wie verschiedene mehr oder weniger offen- kundige Andeutungen in den Akten der Generaldirektion, dass man dem Ab- gang Karpfs bereits ungeduldig entgegensah und dafür Vorarbeiten leistete, um danach die Personalstruktur und Organisation gänzlich umzukrempeln. Schnürers Memorandum vom 4. April 1906 war „nach den eingehen- den Darlegungen Eurer Excellenz in der Hauptsache nur eine stilistische Zusammenfassung der mir gegebenen Anregungen“, also eine Verschrift- lichung und Legitimation der von Generaldirektor Chertek vorgegebenen Personalpolitik.201 Es enthält eine Reihe nicht uninteressanter Angaben zu den Tätigkeitsfeldern innerhalb der Sammlung, aber auch Gedanken zu ih- rer programmatischen Neuausrichtung, die – wie immer bei Schnürer – um die Idee einer „habsburgischen Haus- und Familienbibliothek ‚in Wort und 198 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 537, Z. 3791 ex. 1906: eigenhändige Anmer- kung Cherteks am Referatsbogen; FKBA37146, fol. 4r. 199 FKBA37146, fol. 5r. 200 FKBA37174. 201 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 537, Z. 4681 ex. 1906: Bericht Schnürers an Chertek v. 04.04.1906. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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