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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 508 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM508 verfolgte Zweck der Ehrung eines Autors für seine, durch das Abfassen der Schrift erbrachte Leistung gewesen sein. Wie die oben besprochenen Fall- beispiele zeigen, wurden hauptsächlich jene Fälle, in denen diese Vorausset- zung nicht gegeben war, von der Publikmachung ausgeschlossen. 1.3.2 Gratiszuwendungen an die Bibliothek Wichtige Ergänzungen zu ihren Beständen erhielt die Fideikommissbiblio- thek auch durch Schenkungen, die direkt an sie gerichtet waren, wenn auch nicht in dem Maße, wie dies aufgrund des Rituals der „Annahme“ der Fall war. Doch die Herkunft der meist unter dem Ausdruck „Gratiszuwendun- gen“ subsumierten Bestandszuwächse ist äußerst vielfältig und diese lassen sich auch nicht immer klar von den beiden anderen Erwerbungskategorien abgrenzen. Bei den Einsendungen von Privatpersonen wurde etwa nicht sel- ten unterstellt, dass es sich eigentlich um Werke handelte, die der „aller- höchsten Annahme“ unterbreitet werden sollten. Manchmal war dies auch tatsächlich der Fall, wenn die Einsender die dafür einzuhaltenden Modali- täten der Einreichung entweder nicht kannten oder bewusst ignorierten. Ab den 1890er Jahren wurden außerdem Personen, die Werke zur Aufnahme in die Fideikommissbibliothek an diese übersandten, routinemäßig darüber aufgeklärt, wie eine Einreichung zur „allerhöchsten Annahme“ zu erfolgen hatte. So mancher, der dies zunächst gar nicht im Sinne hatte, kam durch diese Belehrung auf den Geschmack und zog seine Arbeit zurück, um sie auf dem entsprechenden Behördenweg an das Oberstkämmereramt gelangen zu lassen. In diesen Zusammenhang gehört aber auch der Kompetenzstreit mit dem Oberstkämmereramt bezüglich der Annahme von Gratiszuwendungen, auf den weiter unten noch näher einzugehen sein wird. Andererseits lässt sich das Thema „Schenkungen“ auch nicht strikt von den Ankäufen im Sinne der gezielten Erwerbung trennen. Da der Fideikommissbibliothek für diesen nur ein beschränktes Budget zur Verfügung stand, das für ihre Einkaufs- wünsche oft nicht ausreichte, versuchte sie, wo möglich, unentgeltlich in den Besitz diverser Schriften und Porträts zu gelangen, wofür sich, wie wir noch im Detail sehen werden, verschiedene Vorgehensweisen herausgebildet hat- ten. Obwohl die Frage, ob die Fideikommissbibliothek Schenkungen anneh- men durfte, immer wieder von neuem strittig war, hat es Zuwendungen die- ser Art über den ganzen hier behandelten Zeitraum kontinuierlich gegeben. Dabei muss vorab zwischen unterschiedlichen Kategorien von Schenkenden differenziert werden. Geschenke von staatlichen bzw. wissenschaftlichen und kulturellen Institutionen (Ministerien, Universitäten, Akademien, Mu- seen etc.) sowie von anderen Körperschaften (Vereinen etc.) wurden fast Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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