Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 544 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 544 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Bild der Seite - 544 -

Bild der Seite - 544 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text der Seite - 544 -

KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM544 neu ankaufen.420 Und im Zuge der Vorbereitungen zur Beteiligung an der botanischen Ausstellung des Jahres 1905 wurden gar vierzig Bildnisse öster- reichischer Gelehrter, deren Fehlen bemerkt wurde, neu angekauft.421 Antiquarische Ankäufe, Beteiligung an Auktionen und Erwerbung geschlossener Sammlungen Schwer zu beurteilen ist die Frage, welche Bedeutung Gelegenheitskäufe für die Erweiterung der Sammlungsbestände besaßen und inwieweit vonseiten der Bibliothek in dieser Richtung gezielt recherchiert wurde. Insgesamt ge- winnt man den Eindruck, dass Erwerbungen aufgrund von Okkasionen im Gegensatz zu früheren Zeiten bei der Ankaufspolitik im späten 19. und frü- hen 20. Jahrhundert nur eine untergeordnete Rolle spielten. Mehrfach wurden der Fideikommissbibliothek größere Bestände oder voll- ständige Sammlungen angeboten. In der Regel kam es in derartigen Fäl- len jedoch nicht zum Kauf, da die finanziellen Mittel beschränkt waren und da vonseiten der Sammlung nur ein Interesse an der selektiven Erwerbung einzelner Objekte bestand, die für die Erweiterung der Bestände besonders geeignet waren.422 Eine nachvollziehbare Ausnahme bildete die Porträt- sammlung des Archivrates Gustav von Göczsy, die die Fideikommissbiblio- thek 1888 von dessen Witwe erwarb. Dieser rund 1.750 Blätter umfassende Bestand enthielt vor allem Bildnisse von ungarischen Persönlichkeiten, welche die Porträtsammlung der Fideikommissbibliothek großteils nicht be- saß.423 Zu erwähnen sind auch zwei interessante Nachlässe, die der Fideikom- missbibliothek angeboten wurden und im Erwerbsfall ihre Bestände in durchaus sinnvoller Weise ergänzt hätten. Nur in einem Fall kam es jedoch zum Ankauf einzelner Werke aus der offerierten Sammlung. Diese war die Hinterlassenschaft des Wiener Magistratsbeamten Emil Hütter (1835–1886), der als autodidaktischer Zeichner von topographischen Ansichten hervorgetreten war. Die Sammlung umfasste rund 6.000 Blätter mit Darstellungen Wiens und seiner Umgebung, von denen ca. 2.000 von Hütter selbst stammten. Nur knapp 500 davon waren ausgeführte Aqua- relle, der Rest setzte sich aus Skizzen und Kopien anderer Werke (Ansichten 420 FKBA37091, FKBA37092. 421 FKBA36173, fol. 21r. 422 1881 zeigte sich die Fideikommissbibliothek anlässlich eines Angebotes einer Porträts- ammlung durch das steiermärkische Landesarchiv zwar an einzelnen Stücken interessiert; der Kauf kam jedoch nicht zustande, weil der Bestand nur geschlossen abgegeben wurde (FKBA30012). 423 FKBA32006. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
zurück zum  Buch Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918