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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 563 -
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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 563 ten.498 Inventare zu anderen Abteilungen mussten nach seinen Angaben des- halb „unterbleiben, da die erste Übersiedlung die Arbeiten unterbrach.“499 Während der Übersiedlung 1890/91 wurde schließlich von Jureczek ein Standortsrepertorium der sog. „Inventargegenstände“ angelegt, die alle Ob- jekte umfassten, die keiner Abteilung zugeordnet und somit auch nicht kata- logisiert waren, wie beispielsweise Büsten, Gemälde etc.500 Gleichzeitig mit der Erstellung des Standortsrepertoriums wurde auch eine Revision der Kunstsammlung durchgeführt, im Zuge derer Überein- stimmung der Zettelkataloge mit dem vorhandenen Bestand geprüft und korrigiert und eine Reihe von Objekten restauriert und neu adjustiert wur- den, sofern sich dies als notwendig herausstellte. Die Arbeiten wurden zu- nächst von Jureczek und Schaffer gemeinsam durchgeführt, später von Ju- reczek allein unter der Anleitung Schaffers.501 Im Verwaltungsbericht vom 11. Jänner 1889 meldete Zhishman die Arbeiten zur Neu-Inventarisierung und Revision der Kunstsammlung an die Generaldirektion.502 Neben der Revision und Inventarisierung der Kunstsammlung beabsichtigte Becker auch eine Neu-Katalogisierung dieses Bestandes, für den damals nur ein alphabetischer Zettelkatalog existierte.503 Im September 1886 beauf- tragte er Johann Baptist Janku mit „einer den heutigen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechenden Catalogisierung der einen Bestandteil dieser Bibliothek bildenden Kunstsammlung.“504 Diese Tätigkeit war zweifellos als Vorarbeit zum geplanten vierten Band des gedruckten Kataloges gedacht, da es sich bei den Arbeiten Jankus um Zettelkataloge handelt. Angelegt wurden von ihm drei Karteien, die nach drei unterschiedlichen Gesichtspunkten an- geordnet sind: ein Katalog der ausführenden Zeichner und Stecher der in der Kunstsammlung vorhandenen Grafiken; ein Katalog der Künstler der Ori- ginalwerke, wenn es sich um Reproduktionsgrafiken handelte (dies betraf in erster Linie die Abteilung „Schulen“); und ein „Real-Catalog, der nach den Gegenständen der Darstellung in Gruppen und Unterabtheilungen, der bei- 498 FKBA37180, fol. 6r–v. 499 FKBA37180, fol. 6r. 500 FKBA33067, fol. 46r; siehe auch FKBA37140, fol. 2v, wo als Jahr der Erstellung 1892 ge- nannt wird; doch handelt es sich wohl um dasselbe Inventar. Das in Frage kommende Ver- zeichnis trägt am Einband die später vergebene Bezeichnung „Pk-Sonderinventar“ und ist ebenfalls in Saal XVIII aufgestellt; Vorarbeiten dazu enthält anscheinend die Mappe „Schulen“ des Bestandes FKB.INV.51 (A/46/10 b). 501 FKBA37180, fol. 6r u. 10r. 502 FKBA32045, fol. 3v. 503 6 Boxen, A/2/15. 504 FKBA31079, fol. 4r. Von dort auch die folgenden Angaben und Zitate. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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