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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 570 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM570 mal teilweise umgesiedelt. Die Gründe dafür lagen sowohl in der Raumnot im ursprünglichen Quartier als auch im Um- und Neubau der Hofburg im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Lösung der Raumfrage war zu- gleich entscheidend für die weitere Ausgestaltung und Nutzung der Samm- lung; entlang der verschiedenen Maßnahmen und Strategien, die in dieser Angelegenheit eingeleitet wurden, lässt sich auch nachvollziehen, wie die Fideikommissbibliothek allmählich jenen Charakter gewann, der sie bis heute prägt: Unterschied sich die Sammlung in den 1870er Jahren – zumin- dest äußerlich, in ihrer Aufstellung – noch nicht wesentlich von der einstigen Privatbibliothek Kaiser Franz’ I., so konnte sie nach der letzten Übersied- lung 1908 bereits jenes Erscheinungsbild aufweisen, das im Hinblick auf die Abfolge und Funktion der Räume und die Aufstellung der Bestände im Gro- ßen und Ganzen dem heutigen entspricht. 1.5.1 Erste Übersiedlung 1890/91 Die erste Übersiedlung, bei der die Fideikommissbibliothek in Räume des nahegelegenen Augustinergangtraktes transferiert wurde, hat eine lange Vorgeschichte. Bereits in seinem „Arbeitsprogramm“ des Jahres 1870 hatte Becker im vierten Punkt der zusammenfassenden, an den Kaiser gerichteten Aufstellung der dringlichsten Probleme der Fideikommissbibliothek festge- stellt, dass es notwendig wäre, die kaiserliche Privatbibliothek bei nächster sich bietender Gelegenheit in neue Räumlichkeiten zu übersiedeln.525 Ge- meint war damit freilich nicht die Fideikommissbibliothek selbst, sondern die damals noch getrennt bestehende Büchersammlung Franz Josephs, die aber gleichwohl unter Beckers Aufsicht stand und damals in sehr ungüns- tiger Weise auf einem Dachboden der Hofbibliothek gelagert wurde.526 Der Kaiser zeigte sich im persönlichen Gespräch mit seinem Bibliothekar diesem Ansinnen gegenüber durchaus verständnisvoll, verwies jedoch auf die Not- wendigkeit, dass erst durch Absiedelung anderer Sammlungen in der Folge des Neubaus der Hofmuseen Raum für seine Privatbibliothek geschaffen werden könnte. Becker selbst war es dann nach eigener Aussage, der die Räumlichkeiten des Antiken- und Mineralienkabinetts im Augustinergang für diesen Zweck vorschlug und damit Zustimmung beim Monarchen fand.527 Wieder aufgegriffen wurde das Thema im Jahr 1877, nachdem durch die Vereinigung der Fideikommissbibliothek mit der ferdinandeischen Biblio- thek aus Prag das Raumproblem wieder an Aktualität gewann und dadurch 525 FKBA26135, pag. 55f. 526 Ebenda, pag. 3f. 527 FKBA27004, fol. 1r–v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918