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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 582 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM582 stellung eines zweiten großen Büchersaales durch Zusammenlegung meh- rerer kleinerer Räume für keine adäquate Lösung, um dort die jährlichen Zuwächse unterzubringen: Bücher, die in einigen der für den Umbau vorge- sehenen Räumlichkeiten bereits aufgestellt wären, müssten dafür zunächst ausgelagert werden und die Umbauarbeiten würden viel zu lange dauern, um für das dringliche Platzbedürfnis in absehbarer Zeit Abhilfe zu schaf- fen.574 In diesem Zusammenhang offenbart sich auch die Abneigung Karpfs gegen ein mit dem Aufbewahrungskonzept im Unteren Belvedere zur An- wendung kommendes Aufstellungssystem: Beinahe in jedem Raum wären parallel und Rücken an Rücken frei stehende Regalreihen errichtet worden und die Fideikommissbibliothek hätte damit wohl bis zu einem gewissen Grad den Charakter einer Magazinsbibliothek erhalten. Wie Karpf anmerkt, wären dadurch der Bewegungsspielraum für bibliothekarische Manipulatio- nen und v. a. der bei der Um- und Neuaufstellung notwendige Raum zum Deponieren stark eingeschränkt.575 Mit den übrigen vom Schlossinspektor gemachten Vorschlägen bzw. Berichtigungen (Linoleumböden, Heizung etc.) erklärte sich der Bibliotheksleiter im Übrigen einverstanden. Das Projekt der Unterbringung der Fideikommissbibliothek im Augustinertrakt und ihrer administrativen Anbindung an die Hofbibliothek Die Einwände Karpfs waren offenbar geeignet, um das Projekt der Unter- bringung der Fideikommissbibliothek im Unteren Belvedere vorerst auf Eis zu legen. Vor allem die Befürchtung, dass wegen des drohenden Raum- mangels eine baldige abermalige Übersiedlung im Raum stünde, ließ Ge- neraldirektor Chertek anscheinend vor der Umsetzung des Planes zurück- schrecken.576 Im Jänner 1897 sollte der Bericht Karpfs vom 20. April 1896 anscheinend an das Obersthofmeisteramt weitergeleitet werden, wobei im Entwurf zur begleitenden Note festgehalten wird, dass „auch dermalen die Frage über den Lokalitätenbedarf […] noch nicht gelöst [erscheint]“; doch dieses Schreiben wurde zu jenem Zeitpunkt nicht expediert.577 Es dauerte 574 FKBA34098, fol. 42v–43r. 575 FKBA34098, fol. 43r–44r. 576 Vgl. dazu die Ausführungen des Obersthofmeisters in einem Vortrag an den Kaiser vom 28.02.1902, in dem die bisherige Geschichte der Übersiedlungsproblematik rekapitu- liert wird: Wien, ÖStA, HHStA, OMeA, Akten-Hauptreihe 1781–1921, Kt. 1532 (1902), R. 21/D/3, [fol. 2v–3v]. 577 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17, 2, 1896, Z. 1482. Die Note ist ursprünglich mit „Jänner 1897“ datiert, wurde aber erst am 04.03.1899 in leicht veränderter und ergänzter Form (Habsburgermuseum) an das Obersthofmeisteramt abgeschickt. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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