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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 584 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM584 Längen- u. Breiten-Dimensionen dies zulassen, die Bücherkästen nach dem Blocksystem Aufstellung finden.“582 Zweifellos hätte die Fideikommissbib- liothek bei dieser Lösung noch viel mehr den Charakter einer auf optimale Raumausnutzung zielenden Magazinsbibliothek gewonnen, als dies beim Plan für die Unterbringung im Unteren Belvedere der Fall war. Das Konzept scheint jedoch niemals an den Leiter der Fideikommissbibliothek gelangt zu sein. Ein entsprechendes Gutachten dazu aus der Feder Karpfs ist jeden- falls weder im Archiv der Bibliothek noch in den Akten der Generaldirektion vorhanden. Im Übrigen hatte das Obersthofmeisteramt beschlossen, vor- erst keine baulichen Maßnahmen in dieser Frage einzuleiten, da zuerst die Frage der Kostendeckung mit der Generaldirektion geklärt werden müsste und man außerdem noch so lange abwarten wollte, bis „der Zeitpunkt der Demolierung des jetzt diese Bibliothek [i. e. die Fideikommissbibliothek] ent- haltenden Gebäudetractes nächst der Augustinerbastei nähergerückt sein wird.“583 Mit der Jahreswende 1898/99 ging die Verwaltung der Hofbibliothek vom Obersthofmeisteramt auf das Oberstkämmereramt über. Das erstere blieb jedoch weiterhin für den Bau der Hofburg verantwortlich, sodass die Gene- raldirektion bezüglich der Übersiedlung der Fideikommissbibliothek von nun an mit zwei Hofämtern kommunizieren musste. Die Idee der Errichtung eines Habsburgermuseums mit Beständen der Fideikommissbibliothek, die zu diesem Zeitpunkt aufkam, hatte den Plan ihrer räumlichen und admi- nistrativen Anbindung an die Hofbibliothek noch zusätzlich verkompliziert, da die Sammlung dadurch nach Auffassung führender Kreise im Oberst- kämmereramt in zwei Teile hätte aufgespalten werden müssen (vgl. Ab- schnitt 3.3). Die Dynamik der weiteren Verhandlungen lässt sich aber durch In-Beziehung-Setzen von Aktenbeständen aus den drei genannten Behörden befriedigend rekonstruieren und somit aufzeigen, wie es schließlich zu einer Lösung kam. Der Weg zur definitiven Lösung: Bestimmung funktionslos gewordener Räume im Corps de logis der Neuen Burg als Aufbewahrungsort für die Fideikommissbibliothek Am 26. März 1899 berichtete der Oberstkämmerer an das Obersthofmeister- amt, dass „die Idee dieser räumlichen Angliederung der Fideicommissbiblio- 582 Wien, ÖStA, HHStA, OKäA, Allgemeine Akten Serie B (1746–1920), Kt. 749, R. 53, Z. 513 ex. 1899, [fol. 3v]. 583 Wien, ÖStA, HHStA, OKäA, Allgemeine Akten Serie B (1746–1920), Kt. 749, R. 53, Z. 513 ex. 1899, [fol. 4r]. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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