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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 590 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM590 In seiner Antwort vom 13. Februar 1900 erklärte der Bibliotheksleiter, „dass die […] bezeichneten Localitäten genügend groß sind, desgleichen, dass sich dieselben nach entsprechender leicht ausführbarer Adaptierung zu Arbeits-, Lese- und Ausstellungsräumen für eine würdige und dauernde Un- terbringung des kais. Institutes vollkommen eignen werden“.596 Karpf schien also mit dieser Lösung vollkommen einverstanden und das Raumproblem der Fideikommissbibliothek nun definitiv gelöst zu sein. Dies wurde dem Obersthofmeisteramt vom Generaldirektor sogleich mitgeteilt und die Ko- operation mit der Hofbibliothek gleichzeitig auf Eis gelegt.597 Weitere Verzögerungen: die Ereignisse bis zur Übersiedlung im Jahr 1903 Es dauerte nun aber ein weiteres Jahr bis der nächste Schritt gesetzt wurde. In Befolgung eines mündlichen Befehles übermittelte Karpf am 4. Februar 1901 an die Generaldirektion „die Pläne der für die Unterbringung der k. u. k. Familien-Fideicommissbibliothek bestimmten Räumlichkeiten in der neuen Hofburg (in duplo 4 Bl.) sowie den Entwurf einer Eintheilung und Anordnung dieser Räume (2 Bog.) nebst einer Erläuterung hiezu“.598 Die- ses Material wurde von der Generaldirektion an das Obersthofmeisteramt weitergeleitet599 und konnte von der Fideikommissbibliothek laut einer Blei- stiftnotiz „trotz wiederholten Ansuchen […] nicht zurück erhalten werden.“ Aus der gleichen Quelle erfahren wir auch, dass der „Entwurf“ von Schnürer konzipiert wurde. Aller Wahrscheinlichkeit ist er identisch mit einem Kon- zept über die Einteilung der Räume im Parterre des Corps de logis, das dem Akt als Abschrift beiliegt und u. a. das von Schnürer geplante Habsburger- museum beinhaltet (vgl. Abschnitt 3.3).600 Darüber, was im folgenden Jahr geschah, ist aus den Akten nicht allzu viel zu entnehmen. Anscheinend versuchte Schnürer bei der Planung und Umsetzung der Ausstattung der neuen Bibliotheksräume eine führende Rolle einzunehmen, und er tat dies offenbar hauptsächlich im direkten Einvernehmen mit Chertek und ohne Mitwissen des Bibliotheksleiters Karpf. Am 4. Mai 1901 berichtete er dem Generaldirektor über „die Re- sultate seiner bisherigen Besprechungen mit Prof. Ohmann“.601 Friedrich Ohmann war damals Leiter des Hofbaucomités und damit der leitende Ar- 596 FKBA34098, fol. 77r–v. 597 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17,2, Z. 633 ex. 1900. 598 FKBA36075, fol. 3v. 599 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17,2, Z. 513 ex. 1900. 600 FKBA36075, fol. 3v (Zitat) u. 4r–5r (Entwurf der Raumeinteilung). 601 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, S.R., Kt. 17,2, Z. 1986 ex. 1901. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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