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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 615 -
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BIBLIOTHEK UND ÖFFENTLICHKEIT 615 ter den gleichen Bedingungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wie die aus der Hofbibliothek hervorgegangene Nationalbibliothek.678 2.1 Ausstellungen 2.1.1 Huldigungsadressen als Präsentationsobjekte Ein Bereich, in dem sich das Wirken der Fideikommissbibliothek in die Öf- fentlichkeit frühzeitig und dann über einen langen Zeitraum hinweg gleich- mäßig entwickelte, war das Ausstellungswesen. In jener Zeit aber, als sich diese Beziehung zu formieren begann – nämlich in den 1870er Jahren – war dies hauptsächlich an eine ganz bestimmte Objektklasse gebunden: die Hul- digungsadressen. Bei acht der ersten zwölf Ausstellungen, an denen sich die Sammlung zwischen 1865 und 1882 beteiligte, waren es diese kunstvoll gestalteten Herrscher-Devotionalien, die ausschließlich oder wenigstens vorwiegend als Leihobjekte herangezogen wurden. Sie waren dann schließ- lich auch der Ausgangspunkt und die Hauptattraktion für eine hauseigene Schau, zu der die Fideikommissbibliothek 1893 nach ihrer Übersiedlung in den Augustinergangtrakt ihre Pforten für die Allgemeinheit öffnete.679 Anfänge Die erste öffentliche Präsentation der Huldigungsadressen fand im April des Jahres 1865 statt. Ort des Geschehens war das zwei Jahre zuvor gegründete österreichische Museum für Kunst und Industrie, das auch in den folgen- den fünf Jahrzehnten bis zum ersten Weltkrieg als mit Abstand wichtigster Leihnehmer von Objekten aus der Fideikommissbibliothek auftreten sollte. Es befand sich damals noch in unmittelbarer Nähe der Hofburg, nämlich in dem unter Maria Theresia im Areal des Kaiserspitales errichteten Ballhaus, das ihm bis zur Übersiedlung in den Neubau am Ring (1875) als Quartier diente (im Bereich des heutigen Ballhausplatzes).680 Am 17. April hatte das Museum „die auf dem beifolgenden Blatte verzeichneten Einbände aus der 678 Wien, ÖStA, AVA, Unterrichtsministerium, Kt. 545 (NB): Stellungnahme von Rudolf Payer- Thurn an das Unterrichtsamt v. 25.10.1920 zur künftigen Verwaltung der Fideikom- missbibliothek. 679 Das folgende Kapitel befasst sich mit der Geschichte der öffentlichen Präsentation der Huldigungsadressen; zu Entstehung, Bedeutung, Form und Inhalt der Objekte siehe Ab- schnitt 3.2.1. 680 Zur Entstehungsgeschichte des Museums und zu seiner ersten Unterbringung siehe den Bericht von Heinrich Ferstel, dem Architekten des Neubaus, in der Allgemeinen Bauzei- tung 36 (1871), 351–352. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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