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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Seite - 622 -
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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM622 dem Protektorat des Erzherzogs Karl Ludwig stattfindende steiermärkische Landesausstellung zu „Ehren aller heimischen Productionszweige“, bei der „den Alpenländern Anschauungsmomente zu vervollkommenterem Schaffen vor Augen“ geführt werden sollten.703 Das bedeutete im Bereich der Kun- stindustrie, für den Attems zuständig war, konkret folgendes: „Publikum und namentlich die Meister unseres Kunstgewerbes sollen da die Blüthen des Inn- und Auslandes zu sehen bekommen, auf daß ihr Geschmack geläu- tert, auf daß sie zur Bestellung, resp. Schaffung ähnlicher Werke angeregt werden.“704 Die Huldigungsadressen wären in dieser Beziehung ein „großer Schatz von mustergiltigen Vorbildern“, der „bei der Manigfaltigkeit instruc- tiver Motive gewiß segensreiche Früchte tragen“ würde.705 Die ökonomischen und kunstpolitischen Motive und Erwartungen hinter der Ausstellungs ini- tia tive treten bei diesen Formulierungen explizit zutage. Mit der Bemerkung, „daß Seine Majestät im Prinzipe die Gewährung der Bitte a[ller]g[nädigst] zu genehmigen geruhten“, wurde schließlich Becker mit der Erledigung der Angelegenheit beauftragt.706 Er forderte Graf Attems in seinem Antwortschreiben auf, einen Bevollmächtigten nach Wien zu schi- cken, damit dieser für die Ausstellung eine Auswahl „einzelner Adressen“ – wie er mehrfach betont – treffen könnte.707 Dieser wiederum entgegnete dem Bibliotheksdirektor am 8. Juli, dass er später selbst zur Durchführung des Leihverkehrs nach Wien kommen wollte, dass aber vorab einige wichtige De- tails auf schriftlichem Weg geklärt müssten.708 Die nachfolgenden Erläute- rungen sind etwas umständlich und beschreiben das Problem eher indirekt. Anscheinend war der Herr Graf durch Beckers Ausdruck „einzelne Adres- sen“ ein wenig in Unruhe versetzt worden. Er bat den Bibliotheksleiter zu- nächst mit Nachdruck um Unterstützung seines Anliegens. Es würde ihn vor allem interessieren, „ob der Maßstab, den ich mir denke der richtige ist.“ In der Ausstellungskommission wäre nämlich der Beschluss gefasst wor- den, den Huldigungsadressen „den Ehrenplatz einzuräumen“.709 Zu diesem Zweck sollte im Zentrum der großen Haupthalle des Ausstellungsgebäudes ein Ensemble von Glasvitrinen aufgestellt werden, das eine Legefläche von insgesamt 70 Quadratmetern für die begehrten Ausstellungsobjekte bie- ausgestellt waren“, (fol. 2v) spricht dafür, dass Attems sich auf die Schau im Museum für Kunst und Industrie bezieht. 703 Ebenda, fol. 2r. 704 Ebenda, fol. 2r–v. 705 Ebenda, fol. 2v. 706 Ebenda, fol. 5v (Bleistiftbemerkung auf der Rückseite des Schreibens von Attems). 707 Ebenda, fol. 6r. 708 Ebenda, fol. 7r–8r. 709 Ebenda, beide Zitate fol. 7v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Titel
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Untertitel
Metamorphosen einer Sammlung
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Abmessungen
17.4 x 24.5 cm
Seiten
1073
Kategorien
Geschichte Chroniken
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